



(4.44, 16x bewertet) Behandlung der MS
MS ist bis heute nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist eine anhaltende Hemmung der Entzündungsaktivität. Diese soll die Anzahl und Schwere von weiteren Schüben verringern und damit Ausfallerscheinungen aufhalten.
Während akut auftretende MS-Schübe kurzfristig mit Kortison-Präparaten behandelt werden, dient die Langzeitbehandlung dazu, das fehlgeleitete Immunsystem positiv zu beeinflussen. Sie ist umso wirksamer, je früher sie begonnen wird. Die eingesetzten immunmodulatorischen Medikamente wie Interferon-beta und Glatirameracetat können die Symptome (Schübe) lindern. Interferone können zudem körperliche Beeinträchtigungen oder Behinderungen hinauszögern. Voraussetzung ist, dass die Medikamente regelmäßig gespritzt werden. Die Behandlung ist zeitlich nicht begrenzt und wird so lange wie möglich fortgeführt. Typische Nebenwirkungen der Therapie sind Irritationen an der Einstichstelle und grippeähnliche Symptome, die zumeist nur vorübergehend auftreten.
Weiteres zu Behandlungsoptionen
Neben der medikamentösen Therapie ist die Physiotherapie ein wesentlicher Bestandteil der MS-Behandlung. Eine Bewegungstherapie sollte frühzeitig starten, um motorische Fähigkeiten bestmöglich zu erhalten und eventuell auszubauen.










