Häufig gestellte Fragen "FAQ"
- Wie geht man mit der Diagnose MS um?
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Die Diagnose „Multiple Sklerose“ bedeutet für die Patienten und ihre Familien meist einen Schock. Es lässt sich nicht vorhersehen, wie die Erkrankung verlaufen wird, und eine Heilung gibt es bislang nicht – das ist schwer zu akzeptieren. Viele MS-Kranke sind zunächst völlig überfordert. Lassen Sie Gefühlen wie Angst, Trauer, Wut und Verunsicherung freien Lauf. Multiple Sklerose erfordert zwar eine Neuorganisation des Lebens, ist aber kein Anlass dafür, den Kopf in den Sand zu stecken.
Weitere Informationen unter Psyche.
- Was hilft mir, den Alltag zu bewältigen?
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Der Alltag von MS-Kranken kann von Symptomen begleitet sein, die das Leben nicht immer einfach machen. Manche MS-Patienten ermüden recht schnell und fühlen sich schwach. Ein regelmäßiger Tagesablauf, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und individuelle Ruhepausen helfen dabei, gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Auch körperliches Training und Entspannungstechniken wie Sport, Krankengymnastik, Yoga oder autogenes Training steigern die allgemeine Leistungsfähigkeit und helfen, Stress abzubauen. Zudem sollten sich mit der Müdigkeit kämpfende MS-Patienten nicht überfordern, anstrengende Aufgaben schrittweise erledigen, einige Tätigkeiten vielleicht anderen überlassen und sich nicht zu viele gesellschaftliche Verpflichtungen aufbürden.
- Muss ich wegen MS meinen Beruf aufgeben?
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Die meisten MS-Patienten können trotz ihrer Erkrankung ohne wesentliche Einschränkungen ihrem Beruf nachgehen und sollten das auch tun – vor allem dann, wenn die Arbeit Spaß macht! Sie müssen Ihren Arbeitgeber auch nur in Ausnahmefällen über Ihre Krankheit informieren. Es kann jedoch hilfreich sein, mit offenen Karten zu spielen, besonders dann, wenn die Leistungsfähigkeit beispielsweise durch verstärkte Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten beeinträchtigt ist. Erhöht sich aufgrund der Erkrankung das Unfallrisiko (z. B. durch Gleichgewichtsstörungen), muss der Arbeitgeber Bescheid wissen.
- Gibt es eine spezielle Diät für MS-Kranke?
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Eine gesunde Ernährung tut jedem gut – auch Menschen mit Multipler Sklerose. Eine spezielle Diät, die den Verlauf und die Symptome der MS positiv beeinflusst, gibt es aber nicht. Da MS-Erkrankungen in „Butter-Regionen“, in denen viel Fleisch, Käse, Butter und Wurst verzehrt wird, häufiger auftreten als in „Öl-Regionen“ mit reichlich Seefisch, Gemüse und Pflanzenöl auf dem Speiseplan, empfiehlt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft eine ausgewogene, möglichst vollwertige Ernährung mit abwechslungsreicher Kost, viel frischem Gemüse und Obst sowie weniger Fleisch und Fett.
Mehr Informationen unter Ernährung.
- Dürfen MS-Kranke Sport treiben?
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Studien belegen, dass Körper und Seele von regelmäßiger sportlicher Betätigung profitieren. Die Muskelkraft und die allgemeine Fitness verbessern sich, und die Patienten leiden weniger unter spastischen Symptomen, Gleichgewichtsproblemen sowie Blasen- und Darmfunktionsstörungen. Außerdem sind sie weniger depressiv und müde. Bevor Sie das Trainingsprogramm starten, sollten Sie mit Ihrem Arzt und Ihrem Physiotherapeuten Rücksprache halten. Hochleistungssport ist wegen der körperlichen und psychischen Extrembelastung für MS-Patienten häufig nicht möglich. Besser eignen sich leicht bis mäßig fordernde Sportarten wie Schwimmen, Walking, Reiten, Gymnastik, Yoga oder Tai Chi.
- Wie soll ich in meiner Familie und bei meinen Freunden mit der Krankheit umgehen?
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Wenn ein Mensch an Multipler Sklerose erkrankt, wirkt sich das auf das gesamte familiäre Umfeld und auch auf die Freunde aus. Jeder muss sich auf die neue Situation einstellen und lernen, mit den damit verbundenen Veränderungen und Problemen umzugehen. Darüber sollten alle Beteiligten offen sprechen. Wem wie viel erzählt und wer um Hilfe gebeten wird, hängt vor allem davon ab, wie eng das Verhältnis zu der einen oder anderen Person ist. Die Erkrankung kann den Familienalltag – je nach aktuellem Krankheitsverlauf – in einigen Bereichen mehr oder weniger auf den Kopf stellen. Am meisten mitbetroffen sind in der Regel der Partner und die Kinder. Letztere sollten in angemessener Weise einbezogen werden, denn sie haben das Bedürfnis, sich zu engagieren.
Mehr Informationen unter Familie und Freunde.
- Wie wirkt sich MS auf meine Partnerschaft aus?
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Aufgrund der dauerhaften Belastung kann MS ein Risikofaktor für eine Partnerschaft sein. Gemeinsame Perspektiven und Pläne müssen überdacht und möglicherweise in eine neue Richtung gelenkt werden, gemeinsame Wünsche müssen angepasst werden. Häufig leidet bei MS auch die Intimität – das belastet die Partnerschaft zusätzlich. Probleme mit der Sexualität bei MS-Betroffenen sind auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Häufig sind sie organischer Natur: Entzündliche Veränderungen im Gehirn und Rückenmark können die sexuellen Empfindungen stören. Symptome der MS wie Müdigkeit, Spastik in den Beinen oder Stuhl- und Harninkontinenz kommen erschwerend hinzu. Schließlich unterdrücken seelische Belastungen häufig die sexuelle Lust.
Mehr Informationen unter Sexualität.
- Können MS-kranke Frauen Kinder bekommen?
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Eine MS-Patientin kann genauso gut ein gesundes Kind zur Welt bringen wie eine gesunde Frau. Auch gibt es keine Hinweise dafür, dass eine Schwangerschaft den Langzeitverlauf der MS negativ beeinflussen würde. Im Gegenteil: MS-Experten sind sich darüber einig, dass die Schubrate in der Schwangerschaft niedriger ist als bei nicht schwangeren Patientinnen.
- Gelten für MS-Kranke besondere Schutzrechte?
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Wie viele chronische Krankheiten kann die Multiple Sklerose zu Behinderungen führen, die je nach Schweregrad ein normales Leben nicht mehr erlauben. Dann gelten für MS-Patienten besondere sozialrechtliche Bestimmungen und Gesetze. Besteht etwa eine Behinderung von mindestens 50 Prozent, gilt sie als Schwerbehinderung. Dann greift das Schwerbehindertengesetz, das den Patienten das Leben erleichtern und sie in besonderer Weise schützen soll. Bei einem geringeren Behinderungsgrad, der sich negativ auf den Erhalt oder die Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz auswirkt, kann beim Arbeitsamt ein Antrag auf Gleichstellung zu Schwerbehinderten gestellt werden. Gleichgestellte genießen wie Schwerbehinderte einen besonderen Kündigungsschutz und können Hilfen beim Erhalt oder der Wiedereingliederung in den Beruf erhalten.
Mehr Informationen unter Besondere Rechte.










