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Multiple Sklerose: Schwangerschaften verlaufen meist komplikationslos
Dass eine Schwangerschaft keinen negativen Einfluss auf den Verlauf einer Multiplen Sklerose hat, wurde in jüngster Zeit immer wieder bestätigt. Nun berichten US-amerikanische Wissenschafter, dass dies vice versa gilt: Danach geht eine MS in der Regel auch nicht mit einem erhöhten Schwangerschaftsrisiko für Mutter und Kind einher.
Wie Victoria M. Kelly und Kolleginnen von der Stanford Universität in Palo Alto in der Zeitschrift Neurology berichten, hatten sie 18,8 Millionen Entlassungsdiagnosen frischgebackener Mütter und ihrer Kinder aus 38-US-Staaten ausgewertet. Darunter waren auch etwa 10.000 Frauen mit einer multiplen Sklerose.
Wie die Wissenschaftlerinnen feststellten, wurden MS-Patientinnen vor der Entbindung zu 30 Prozent häufiger in Krankenhaus aufgenommen, und es wurde auch etwas häufiger eine intrauterine Wachstumsstörung des Kindes festgestellt (2,7 Prozent gegenüber 1,9 Prozent bei Frauen ohne chronische Erkrankungen). Auch der Anteil per Kaiserschnitt entbundener Frauen lag in der MS-Gruppe etwas höher als in der Gesamtgruppe (42 vs. 33 %).
Das Risiko für schwerwiegende Schwangerschaftskomplikationen wie eine Schwangerschaftsgestose oder einen vorzeitigen Blasensprung war indes nicht erhöht. Die American Academy of Neurology hat deshalb keine Einwände gegen eine Schwangerschaft von Patientinnen mit MS.
Quelle: Neurology 2009, Online-Publikation vom 18. November 2009
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