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Angst und Depression bei Multipler Sklerose

05.02.2010

MS-Patienten leiden deutlich häufiger unter Angststörungen und Depressionen als die Allgemeinbevölkerung. Bei Frauen sind diese beiden psychischen Störungen häufig auch mit einer Fatigue verbunden. Dies berichten norwegische Wissenschaftler in der Zeitschrift Multiple Sclerosis.

Sie hatten 172 MS-Patienten und 56.000 Kontrollpersonen einen Fragebogen zu Angst-, Fatigue- und Depressionssymptomen ausfüllen lassen und die Ergebnisse auch geschlechtsspezifisch ausgewertet.


Bei den Männern berichteten 31,1 Prozent der MS-Patienten über Angstsymptome, während es in der Kontrollgruppe nur 12,1 Prozent waren. Außerdem war mehr als jeder vierte Patient (26,2 %) depressiv, von den Kontrollpersonen nur jeder zehnte Mann (10,8 %).


Bei den Frauen berichtete fast jede dritte Patientin (29,7 %) über Angstsymptome und jede vierte über Depressionen, während es in der Kontrollgruppe 17,4 Prozent bzw. 10,4 Prozent waren.


Weder Angst noch Depression waren mit der Länge der Krankheit oder der Behinderung, angegeben als EDSS-Wert, korreliert. Allerdings standen bei Frauen die psychischen Erkrankungen mit Fatigue in Zusammenhang. Bei Männern bestand diese Assoziation nicht.


Quelle: Mult Scler. 2009 Nov 13. [Epub ahead of print]


© 2010 Biermann Medizin


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