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Massagen gegen depressive Symptome

26.07.2010

Massagen können bei Depressionen helfen, das legen wissenschaftliche Untersuchungen nahe. Unklar bleibt allerdings, wie der therapeutische Nutzen entsteht.


Verschiedene Wege seien möglich, erklären die Forscher aus Taiwan. So könnte der positive Effekt zum Beispiel dadurch entstehen, dass Stress abgebaut und eine Entspannungsphase eingeleitet wird. Auch die zum Teil enge Beziehung zwischen Masseur und Patient könnte einen Beitrag dazu leisten oder aber es liegt an der vermehrten Bildung von Oxytocin, ein Hormon, das Vertrauen und Geborgenheit vermittelt.


Die Forscher aus Taiwan werteten für ihre Untersuchungen alle Studien aus, die in den letzten beiden Jahren zu diesem Thema veröffentlicht wurden. Die Daten von insgesamt 786 Personen wurden berücksichtigt. Die positive Wirkung der Massagen konnte so bestätigt werden, für genaue Therapieanweisungen seien allerdings weitere Studien nötig.


Viele Patienten mit Multipler Sklerose leiden im Laufe ihrer Erkrankung auch unter depressiven Symptomen. Neben der düsteren Stimmungslage gehören oft auch Schlafstörungen oder eine innere Unruhe zum Krankheitsbild. Gerade bei milderen Verlaufsformen könnten Massagen die Therapie gut ergänzen.


Quelle: Journal of Clinical Psychiatry, Onlineveröffentlichung vom 23. März 2010; Reuters Health, Mitteilung vom 30. März 2010


© 2010 Biermann Medizin


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