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Multiple Sklerose schlägt auch aufs Portemonnaie

12.03.2010

Die Diagnose einer Multiplen Sklerose belastet nicht mit das körperliche und seelische Wohlbefinden der Betroffenen ganz erheblich, sondern auch das Portemonnaie - und das bereits nach wenigen Jahren. Dies hat nun eine Gruppe dänischer Wissenschaftler nachgewiesen.

Claudia C., Pfleger von der Universitätsklinik in Aalborg und Kollegen hatten die wirtschaftliche Situation aller 2538 registrierter MS-Patienten in Dänemark, die zwischen 1980 und 1989 erkrankt waren, mit der von zufällig ausgewählten Personen gleichen Alters und Geschlechts (je 20 pro Patient) verglichen.


Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Multiple Sclerosis berichten, lag die Wahrscheinlichkeit, nicht frühverrentet zu werden, für einen MS-Patienten fünf Jahre nach Krankheitsbeginn bei 70 Prozent, 20 Jahre nach Krankheitsausbruch bei 22 Prozent. Für die entsprechende Kontrollpopulation betrugen die Wahrscheinlichkeiten 97 bzw. 86 Prozent.


Aufgrund niedriger Pensionszahlungen im Falle einer Frühverrentung war das Bruttoeinkommen über die Zeit bei den MS-Patienten niedriger als bei den Kontrollpersonen. Entsprechend könnte eine Multiple Sklerose die wirtschaftliche Situation Betroffener bereits innerhalb von wenigen Jahren ernsthaft beeinträchtigen, schlussfolgern die Autoren.


Quelle: Multiple Sclerosis, Onlineveröffentlichung vom 9. Dezember 2009 (doi:10.1177/1352458509352196)


© 2010 Biermann Medizin


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