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NMO und Multiple Sklerose zeigen unterschiedliche Genetik

15.03.2010

Es wird kontrovers diskutiert, ob die Neuromyelitis optica eine Sonderform der Multiplen Sklerose oder eine eigene Erkrankung darstellt. Nun haben brasilianische Wissenschaftler weitere Belege dafür gefunden, dass beide Krankheitsbilder eigenständige Konditionen sind.

Wie Doralina Guimaraães Brum von der University of São Paulo und Kollegen in der Zeitschrift Multiple Sclerosis berichten, hatten sie die HLA-DRB1-Profile von 27 Patienten mit einer Erkrankung des NMO-Spektrums mit dem von 29 MS-Patienten und 28 Gesunden verglichen. Eine bestimmte Form des HLA-DRB1-Gens (HLA-DRB1*15-Allel) gilt als Risikogen für die Multiple Sklerose.


Dabei fanden sie das HLA-DRB1*03-Allel bei den NMO-Patienten deutlich häufiger als bei den Kontrollpersonen. Im Gegensatz dazu war das HLA-DRB1*15-Allel bei den MS-Patienten überrepräsentiert. Darüber hinaus waren HLA-DRB1*15-Allele mit dem Erfüllen der Barkhof-Kriterien verknüpft.


Außerdem zeigte sich eine deutliche Häufung des HLA-DRB3-Gens bei den NMO-Patienten, während bei den MS-Patienten das HLA-DRB5-Gen besonders oft auftrat.


"Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich das HLA-DRB-Profil von NMO-Patienten von dem bei MS-Patienten unterscheidet, was die Unterscheidung beider Krankheitsbilder untermauert", schlussfolgern die Autoren aus ihren Ergebnissen.


Quelle: Multiple Sclerosis 2009, 16: 21-29


© 2010 Biermann Medizin


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