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Tränen ermöglichen Diagnose der Multiplen Sklerose

09.03.2010

Zur Diagnose einer möglicherweise vorliegenden Multiplen Sklerose kann der Nachweis oligoklonaler Banden in der Tränenflüssigkeit die Analyse und damit die Entnahme von Liquorproben ersetzen. Dies berichten französische Wissenschaftler in der Zeitschrift Multiple Sclerosis.

Sie hatten an 69 Patienten mit klinisch isoliertem Syndrom untersucht, ob die diagnostische Aussagekraft oligoklonaler Banden aus Tränenflüssigkeit mit denen aus dem Liquor übereinstimmt.


Dabei zeigte sich, dass bei 63,8 Prozent der Studienteilnehmer solche Banden aus Liquor und bei 42 Prozent der Probanden aus Tränenflüssigkeit zu finden waren. Alle Patienten mit Banden in der Tränenflüssigkeit hatten auch Banden im Liquor.


Die Wissenschaftler schlussfolgern daraus, dass die Untersuchung der Tränenflüssigkeit auf oligoklonale Banden beim klinisch isolierten Syndrom die entsprechende Untersuchung des Liquors und damit das invasive Verfahren der Lumbalpunktion zur Diagnose einer Multiplen Sklerose ersetzen könne.


Quelle: Mult Scler. 2009 Dec 22. [Epub ahead of print]


© 2010 Biermann Medizin


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