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Die Eskalationstherapie

Wenn die immunmodulatorische Therapie mit den sogenannten Basis-Therapeutika das Fortschreiten der MS nicht in ausreichendem Maße verzögert, kommt eine Behandlung mit Chemotherapeutika oder Natalizumab infrage. Diese sogenannte Eskalationstherapie wird nur vorübergehend eingesetzt, um die Krankheit zu stabilisieren. Folgende Medikamente kommen zum Einsatz:

Cyclophosphamid ist ein starkes Chemotherapeutikum und Immunsuppressivum, das nur dann zum Einsatz kommt, wenn andere Therapieoptionen keine ausreichende Wirkung gezeigt haben. Auch bei diesem Wirkstoff gilt es, Nutzen und Risiken der Therapie gegeneinander abzuwägen.

Mitoxantron ist ein Chemotherapeutikum, das im Abstand von mehreren Monaten per Infusion gegeben wird. Der krankheitsverzögernden Wirkung stehen schwerwiegende Nebenwirkungen, zum Beispiel Schädigung des Herzens, gegenüber.

Natalizumab ist ein monoklonaler Antikörper und blockiert bestimmte Rezeptoren der Immunzellen, die für den Übertritt dieser Zellen aus den Blutgefäßen in die Entzündungsregion bedeutsam sind. Das Medikament ist für die Behandlung von MS-Patienten geeignet, bei denen die Krankheitsaktivität auch unter Interferon beta anhaltend hoch ist oder die von Beginn an unter einem rasch fortschreitenden Krankheitsverlauf mit mindestens zwei Schüben pro Jahr leiden. Natalizumab wird mit schwerwiegenden Komplikationen assoziiert und ist daher nur unter strengen Auflagen für die Behandlung von MS-Patienten zugelassen.

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