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Vorurteile gegenüber MS

Die meisten Menschen haben das Wort „Multiple Sklerose“ schon einmal gehört und haben eine Vorstellung davon, was sich hinter dem Kürzel MS verbirgt. Doch immer wieder trifft man auf Vorurteile.

Ist MS ansteckend?


Auch wenn Multiple Sklerose als chronisch entzündliche Erkrankung eingestuft wird, handelt es sich nicht um eine ansteckende Krankheit. Multiple Sklerose kann nicht von einem Patienten an eine gesunde Person übertragen werden. Die Klassifikation als chronisch entzündliche Krankheit bezieht sich auf die entzündlichen Prozesse am Nervengewebe im Zentralen Nervensystem von MS-Patienten. Diese werden nach heutigem Kenntnisstand aber durch das fehlgeleitete Immunsystem und nicht infolge einer akuten Infektionskrankheit ausgelöst.

Ist MS erblich?


MS gilt nicht als Erbkrankheit. Anscheinend gibt es aber eine vererbbare „Empfänglichkeit“ für MS. Diese kann das Auftreten einer MS begünstigen, wenn zusätzliche auslösende Faktoren dazu kommen. Doch das Erkrankungsrisiko für Kinder und Geschwister von MS-Betroffenen ist relativ gering. Mit 96–98-prozentiger Wahrscheinlichkeit sind sie nicht betroffen.


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