Alkoholkonsum verhindert Entstehung von MS

Stockholm (sr) – Alkoholkonsum verringert dosisabhängig das Risiko, an Multipler Sklerose (MS) zu erkranken. Nach einer Studie, die von einer Forschergruppe um Dr. Anna Karin Hedstrom vom Karolinska Institut, Schweden, durchgeführt wurde, gibt es somit keinen Grund, MS-Patienten einen vollständigen Verzicht auf Alkohol zu empfehlen.

In der Studie wurden 6619 MS-Patienten und 7007 Kontrollpersonen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer mit einem hohen Alkoholkonsum ein um 30 % bis 40 % niedrigeres Risiko für die Entstehung einer MS hatten. Auch deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass Alkoholkonsum den Einfluss des Rauchens auf die MS-Entstehung abschwächt. „Obwohl wir den Effekt von Alkohol auf eine schon etablierte MS in dieser Studie nicht untersucht haben, halten wir unsere Daten doch für klinisch relevant. Empfehlungen an MS-Patienten hinsichtlich einer vollständigen Alkoholabstinenz entbehren damit jeder Grundlage“, folgert Dr. Hedstrom aus ihren Daten.

Quelle: “JAMA Neurology Releases”, 6. Januar 2014