Antikörper ermöglichen Voraussage einer MS

MÜNCHEN (sr) – Mithilfe eines neuen Biomarker-Moleküls scheint es möglich zu sein eine Multiple Sklerose vorauszusagen, schon lange bevor erste Symptome der Erkrankung auftreten.

Forscher der Technischen Universität München um Dr. Viola Biberacher haben herausgefunden, dass schon Jahre vor Auftreten von klinischen Symptomen der MS Antikörper gegen ein bestimmtes Eiweiß mit der Bezeichnung KIR1.4 nachzuweisen sind. In der Studie wurden Blutproben von 16 Blutspendern, die später eine MS entwickelten und Proben von 16 gesunden Spendern auf das Vorkommen von Antikörpern gegen KIR1.4 untersucht. Die Blutproben wurden zwischen zwei und neun Monaten vor dem Auftreten erster MS-Symptome genommen. Bei keinem der gesunden Spender konnten die Antikörper nachgewiesen werden, während von den Teilnehmer, die später eine MS entwickelten, zwei grenzwertige Aktivität zeigten, sieben positiv auf den Antikörper und nur sieben negativ getestet wurden.
„Falls unsere Ergebnisse in größeren Studien bestätigt werden können, könnte dies zu einer frühzeitigeren Diagnose einer MS führen“, erläutert Dr. Biberacher ihre Studienergebnisse. „Eine Diagnose der Krankheit vor dem Auftreten von ersten Symptomen bedeutet, dass wir die Betroffenen besser behandeln und möglicherweise sogar das Auftreten dieser Symptome verhindern können.“

Quelle: Medicals News Today, 25. Februar 2014