MS und Osteoporose – wenn die Knochen brüchig werden

Menschen mit MS können aufgrund vielseitiger Ursachen ein erhöhtes Risiko haben, eine Osteoporose zu entwickeln.1, 2 Die auch als Knochenschwund bezeichnete Erkrankung geht mit der Abnahme der Knochendichte und dem Abbau des Knochengewebes einher. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, Knochenbrüche zu erleiden. Anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages zeigen wir Dir, wie Du dem Osteoporose-Risiko entgegenwirken kannst. 

Manche Menschen mit MS weisen schon im Frühstadium ihrer Erkrankung einen Abbau der Knochendichte auf (Osteopenie = Vorstufe der Osteoporose). Warum das so ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Vermutet wird ein genetischer Zusammenhang. Sicher ist hingegen, dass im späteren Verlauf der Multiplen Sklerose verschiedene Faktoren zur Entwicklung einer Osteoporose beitragen können.3

Rauchen

Rauchen kann sich nicht nur negativ auf den Verlauf der MS auswirken.4 Der Zigarettenkonsum hat auch eine osteoporosefördernde Wirkung. Denn durch das Rauchen verengen sich die sogenannten Kapillaren – die kleinsten Blutgefäße im Körper. Dadurch verschlechtert sich die Versorgung der Knochen mit Nährstoffen.5 Du solltest daher lieber nicht zum Glimmstängel greifen. Bist Du Raucher hilft Dir Dein Arzt bei der Entwöhnung.

Alkohol

Auch Alkohol kann eine schädigende Wirkung auf die Knochen mit sich bringen. Dabei ist zu beachten: Mäßiger Alkoholkonsum schadet nicht, übermäßiger Genuss hingegen schon. Denn er führt zu einer Hemmung der Osteoblasten (Knochenaufbauzellen) und damit zu einer Abnahme der Knochenmasse.5 Achte daher immer darauf, wie viel Alkohol Du trinkst.

Bewegungsmangel

Körperliche Bewegung regt auch den Knochenstoffwechsel an. Bei MS kann die Bewegungsfähigkeit jedoch mitunter eingeschränkt sein. Unter anderem können Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen das Zusammenspiel verschiedener Muskeln beeinträchtigen. Zielgerichtete Bewegungen wie das Greifen nach einem Glas sind dann nicht