Auch wenn MS heute noch nicht geheilt werden kann, steht Menschen mit MS mittlerweile eine ganze Reihe wirksamer Medikamente zur Verfügung.1 Moderne Therapien können das Voranschreiten der MS verlangsamen oder verhindern und die Beschwerden mindern. Damit die Präparate richtig wirken, müssen sie korrekt eingenommen werden. Tägliche Tabletteneinnahmen, regelmäßige Spritzen oder Infusionen gehören darum zum Alltag vieler MS-Patienten und schränken sie zum Teil in ihrer Lebensqualität ein. Kommen dann noch Nebenwirkungen hinzu, wird die Therapie schnell zur echten Belastung – neben der MS selbst. Genau das zeigt auch eine Umfrage unter MS-Patienten. Ihr großer Wunsch: Mehr Freiheit und weniger Belastung durch die Therapie.2

Fast jeder Zweite greift zur Spritze

Mittlerweile gibt es mehrere Medikamente zur oralen Einnahme, davon profitieren aber noch nicht alle Patienten. 44 % der Befragten gaben an, täglich oder sogar mehrmals täglich Tabletten einzunehmen.2 Fast jeder Zweite (45 %) injiziert sich aber seine Therapie mit Pen oder Spritze. Jeder Zehnte (11 %) erhält sie als regelmäßige Infusion.2

Freizeitgestaltung: Es ist kompliziert!

Fertig-Spritzen, Pens und Injektionshilfen haben das Spritzen deutlich einfacher gemacht, sodass viele Patienten gut mit dieser Verabreichungsform und den bewährten Medikamenten zurechtkommen. Nichtsdestotrotz fällt es jedem dritten Patienten* (31 %) schwer, sich sein Medikament korrekt und regelmäßig zu verabreichen.2

Der Therapieplan samt Terminkalender kommt der flexiblen Freizeitgestaltung dabei manchmal in die Quere, denn der will auch auf Reisen oder spontanen Ausflügen bedacht werden. Neben Handy, Schlüssel, Portemonnaie und Konzertkarten auch an das MS-Medikament zu denken, kann nervig sein. Deshalb geben 36 % der Befragten* an, sich in ihrer Alltags- und Freizeitgestaltung eingeschränkt zu fühlen.2 Jeder Vierte* (25 %) findet die Behandlung und die häufigen Arztbesuche sogar belastender als die MS selbst.2 Dabei geht es nicht nur darum, die Therapie und die Arzttermine im Terminkalender unterzubringen oder mit Nebenwirkungen fertigzuwerden, sondern auch darum, die MS ständig im Hinterkopf zu haben. 

* Unter Injektionstherapie

„Nicht vergessen: Du bist krank!“

Vielleicht kennst Du das auch: Kein Schub, keine Beschwerden und trotzdem ist da das Gefühl „Ich bin nicht gesund!“? Die Umfrage zeigt: Jeder Vierte (26 %), der täglich oder mehrmals täglich Tabletten nehmen muss, und fast jeder Zweite (44 %), der sich sein Medikament regelmäßig spritzt, hat dadurch verstärkt das Gefühl, nicht gesund zu sein2 – auch wenn er oder sie sich gerade gut fühlt! Denn die häufige Einnahme ist eine ständige Erinnerung an die Erkrankung – auch dann, wenn die Therapie wirkt und du Dich „eigentlich“ gut fühlst.

Längere Einnahmepausen erwünscht

Es ist also keine Überraschung, dass sich acht von zehn Befragten (84 %) längere Einnahmepausen ohne Wirkverlust der Therapie wünschen.2 Fast ebenso so viele (79 %) würden sie als Tablette einnehmen und das höchstens einmal täglich oder wenn möglich noch seltener.2

Denn in den Urlaub fahren und die MS samt Medikament zuhause lassen – das geht heute meist noch nicht. Neue Arzneimittel sollten sich aber an diesen Wünschen orientieren, denn die Behandlung funktioniert dann am besten, wenn sie Dein Leben möglichst wenig einschränkt. Lässt sich die Therapie problemlos in Deinen Alltag integrieren, erhöht das Deine Motivation, sie korrekt einzunehmen, verbessert Dein Wohlbefinden und Deine Zufriedenheit – und nur dann kann sie optimal wirken!  

Patientenfreundliche Therapien in der Entwicklung

Mit dem Ziel, die Behandlung so verträglich, einfach und unkompliziert wie möglich zu gestalten, arbeitet die Forschung kontinuierlich an neuen Therapiemöglichkeiten. Dabei stehen zum Beispiel bestimmte Immunzellen im Fokus, die sogenannten T- und B-Zellen, die bei der Entstehung der MS eine wichtige Rolle spielen.3 Neue Medikamente, die diesen Ansatzpunkt nutzen, sind derzeit in der Entwicklung und könnten noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Mehr dazu erfährst du hier.

Welche Behandlungsoptionen für Dich und deine MS am besten geeignet sind, erfährst Du von Deinem Arzt. Er hilft Dir, die bestmögliche Therapie zu finden und hält Dich auch über neue Entwicklungen auf dem Laufenden.