"Multiple Sklerose? Da können wir nichts machen."

Im Radio lief „Be My Lover“ von La Bouche und „My Heart Will Go On“ von Celine Dion, im Kino hast Du vielleicht zum dritten Mal nacheinander Titanic gesehen. Die 90er waren aber nicht nur in Bezug auf die Popkultur revolutionär. Auch im medizinischen Bereich hat sich in diesem Jahrzehnt viel getan – zum Beispiel bei der Behandlung der Multiple Sklerose.

Wenn Du zu dieser Zeit deine Diagnose erhalten hast, hast Du vielleicht noch miterlebt, dass es keine zugelassene Therapie für Dich gab, die verhindern konnte, dass Schübe auftreten und die Multiple Sklerose weiter voranschreitet. Menschen mit Multiple Sklerose waren auf eine symptomatische Behandlung angewiesen. Doch die Forschung an ersten Medikamenten, die das Immunsystem Deines Körpers beeinflussen, so die Erkrankung bremsen und den MS-Verlauf verzögern können, lief zu diesem Zeitpunkt schon auf Hochtouren.

Interferon revolutioniert die MS-Therapie

Sogenannte Interferone, körpereigene Botenstoffe, wurden dazu als mögliche neue Behandlung gegen Multiple Sklerose untersucht. Die Ergebnisse sahen schon damals vielversprechend aus. Mitte der 90er Jahre war es dann soweit: Die ersten Interferon-Therapien wurden zugelassen und versprachen erstmals, das Fortschreiten der MS zu stoppen oder zu verlangsamen. Auch Merck war von Anfang an dabei und brachte vor genau 20 Jahren eines der ersten Medikamente gegen MS auf dem Markt.1

Heute ist längst klar: Bei vielen Patienten kann die Interferon-Therapie eine wirksame und verträgliche Möglichkeit sein, um der MS entgegenzuwirken. Studien zeigen, dass sie die Schubrate deutlich reduzieren und das Ausmaß der Nervenschäden im Gehirn begrenzen kann.2

Interferon - kein alter Hut

Vielleicht denkst Du jetzt, die Behandlung mit Interferonen sei ein alter Hut. Doch nach wie vor ist sie ein Eckpfeiler bei der Behandlung von Menschen mit MS.3 Durch die vielen Jahre an Erfahrung wissen Forscher und Ärzte genau über die langfristigen Wirkungen und Nebenwirkungen der Therapie Bescheid. Erhältst Du heute also eine Interferon-Therapie, kannst du Dir sicher sein, ein erprobtes und bewährtes Arzneimittel zu erhalten. Und trotzdem stand hier die Forschung in den vergangenen Jahren nicht still.

Neue Therapieoptionen erweitern die Möglichkeiten

Wenn Du Dich mit dem Thema Therapieoptionen schon einmal auseinandergesetzt hast, weißt Du sicher, dass in den vergangenen 20 Jahren viele neue Möglichkeiten zur Behandlung der Multiple Sklerose hinzugekommen sind.3 Neben weiteren Medikamenten, die injiziert oder per Infusion gegeben werden, gibt es heute auch mehrere Therapien, die als Tablette eingenommen werden können. Ganz neue Medikamente müssen dabei zum Teil sogar nur noch an wenigen Tagen im Jahr angewendet werden und wirken der MS trotzdem über einen sehr langen Zeitraum entgegen.4, 5

Bei der Frage, ob für Dich eher eine innovative oder eine bewährte Therapie in Frage kommt, berät Dich Dein Arzt. Er kann Dir sagen, welches Medikament bei Deiner MS am ehesten in Frage kommt und hält Dich auch über neue Arzneimittel auf dem Laufenden.