Viele MS-Patienten haben Phasen, in denen die Erkrankung keine Symptome hervorruft. Diese Phasen werden als beschwerdefreie Zeiten bezeichnet. Sie liegen zwischen zwei Schüben und je nach individuellem MS-Verlauf können sie unterschiedlich lang sein.1  Eine Sache ist aber bei allen Menschen mit Multipler Sklerose in der beschwerdefreien Zeit gleich: Die MS schreitet weiter voran, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Das lässt sich oft mittels einer MRT-Untersuchung nachweisen. Dort zeigen sich dann MS-Herde, obwohl keine Symptome vorhanden sind. Das liegt daran, dass nicht jeder Herd zu einem akuten Schub führt – allerdings kommt es trotzdem zu einer Schädigung der Nervenhüllen. Um dies zu verhindern, ist es mittlerweile auch das Ziel der MS-Behandlung, Freiheit von Krankheitsaktivität zu erreichen. Das heißt, einen Zustand ohne Schübe, ohne Behinderungsprogression und ohne MS-Aktivität im MRT.2

Für Freiheit von Krankheitsaktivität

Damit Freiheit von Krankheitsaktivität erreicht werden kann, ist es wichtig, frühzeitig nach Diagnosestellung mit einer Therapie zu beginnen. Doch dabei kann es entscheidend sein, dass sich diese vor allem gut in das Leben des MS-Patienten integrieren lässt. Denn vielleicht kennst Du das Problem selbst: Wenn die Therapie für Dich in Deinem Alltag sehr viel Aufwand bedeutet, ist es nicht einfach, das MS-Medikament konsequent einzunehmen. Gleiches gilt, wenn die Therapie bereits seit Jahren eingenommen wird. Viele MS-Patienten nehmen es mit ihrer Behandlung dann nicht mehr so genau.4 Doch genau die gewissenhafte Durchführung der Therapie kann neben dem frühen Behandlungsbeginn ein entscheidender Faktor sein, um eine mögliche Freiheit von Krankheitsaktivität zu erreichen.

Problem gemeinsam angehen

Solltest Du bemerken, dass es Dir schwerfällt, Deine Therapie konsequent einzunehmen oder solltest Du unzufrieden mit Deiner Therapie sein, sprich mit Deinem Arzt. Zusammen könnt Ihr nach einer Lösung suchen. Gegebenenfalls kann diese auch in einem Wechsel Deines Medikaments bestehen.