Bearbeitungszeit einer Aufgabe korreliert mit Fatigue bei Multipler Sklerose

WEST ORANGE (sr) – Die im Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose (MS) häufig auftretende Fatigue zeigt sowohl subjektive (subjektive Wahrnehmung) als auch objektive (Leistungsminderung) Komponenten.

Eine effektive Behandlung ist jedoch nach wie vor schwierig, da die Faktoren, die zur Fatigue beitragen bisher immer noch wenig bekannt sind. Eine Studie von Forschern um Professor John DeLuca von der Kessler Stiftung in West Orange, New Jersey, USA, hat nun in der Fachzeitschrift „Frontiers in Neurology“ neue Daten zu Faktoren veröffentlicht, die bei Betroffenen mit MS zu Fatigue führen können. In der von Professor DeLuca und seinen Mitarbeitern durchgeführten Studie wurde bei 32 MS-Patienten und 24 gesunden Kontrollen untersucht, wie Arbeitstempo, Arbeitsgedächntnis, die benötigte Bearbeitungszeit für eine Aufgabe und die kognitive Belastung eine Fatigue beeinflussen. Sie fanden dabei heraus, dass eine subjektive und eine objektive Fatigue unabhängig voneinander auftreten können. Darüber hinaus zeigte sich, dass sich die Fatigue umso mehr verschlechterte je länger man für die Erledigung einer Aufgabe benötigte.

„In unserer Studie war die für die Erledigung einer Aufgabe benötigte Zeit der Faktor, der am stärksten mit einer Fatigue assoziiert war, erklärt Dr. Joshua Sandry, Mitarbeiter von Professor DeLuca und Erstautor die Veröffentlichung. „Dies unterstützt die Hypothese, dass die Fatigue bei MS bedingt ist durch eine Störung im Schläfenlappen, dem Koordinationszentrums des Gehirns für das deklarative (Wissens-) Gedächtnis“.

Quelle: Medical News Today vom 24. Januar 2015