Die Anwendung von Bewältigungsstrategien verbessert die Lebensqualität bei MS

Rom (sr) Ein wichtiges Ziel bei der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) ist die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen. MS-Patienten leiden häufig an Depressionen oder Fatigue oder haben Angst bei Fortschreiten der Erkrankung eine Behinderung zu entwickeln und dadurch ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Auch die Durchführung einer immunmodulatorischen Therapie über mehrere Jahre kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen.Inwieweit bestimmte therapieunterstützende Elemente wie die Verwendung von Injektionshilfen oder die Betreuung durch einen Schwesternservice aber auch das Vermitteln von Krankheitsbewältigungs-Strategien einen Effekt auf die Lebensqualität von MS-Patienten haben, hat nun eine Arbeitsgruppe um Dr. C. Pozzilli von der Abteilung für Neurologie des S. Andrea-Krankenhauses in Rom in einer großen Studie untersucht.Dabei wurden die Daten von insgesamt 700 MS-Patienten unter immunmodulatorischer Therapie ausgewertet. Es zeigte sich, dass sich die Lebensqualität der Patienten im Laufe der Studie insgesamt verbesserte. Diese Verbesserung korrelierte mit der Verwendung einer Injektionshilfe. Auch litten weniger Patienten unter Depressionen. Hier bestand eine positive Beziehung zur Inanspruchnahme eines Schwesterservice. Zu einer Verbesserung der Lebensqualität und einer Verringerung von Depressionen führte auch die Anwendung bestimmter Bewältigungsstrategien wie das „geplante Problemlösen“ oder die „positive Neubewertung“ der Krankheit.„Sowohl die Anwendung von Bewältigungsstrategien als auch die Bereitstellung therapieunterstützender Maßnahmen wie Injektionshilfen und MS-Schwestern hat bei MS-Patienten eine positive Auswirkung auf Faktoren wie Lebensqualität und Depressionen,“ so die Schlussfolgerung von Dr. Pozzilli aus seinen Studienergebnissen.Quelle: Journal of Neurology, November 2012; Band 259(11), S. 2319-28