Die Krankheitsaktivität bei MS ist abhängig vom Vitamin D- Status

BOSTON (sr) Ein Zusammenhang zwischen einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D und dem Risiko für eine Multiple Sklerose (MS) wird in Wissenschaftlerkreisen schon seit geraumer Zeit diskutiert.

Nun scheinen die Ergebnisse einer Studie von Dr. Alberto Ascherio von der Harvard School of Public Health in Boston zu bestätigen, dass der Vitamin D-Status bei Patienten mit MS mit einer geringeren Krankheitsaktivität und einer langsameren Progressionsrate verbunden ist.
Als Teil einer Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit eines Interferon-Präparates in einem frühen MS-Stadium wurde insgesamt 465 Patienten Blut abgenommen, um darin die Vitamin D-Spiegel zu bestimmen. Danach wurden bei den Patienten über fünf Jahre regelmäßig Magnetresonanz-Untersuchungen zum Nachweis eventueller neuer Hirnläsionen durchgeführt. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine Erhöhung der durchschnittlichen Vitamin D-Spiegel um 50 nmol/L innerhalb der ersten 12 Monate u.a. mit einem um 57 % niedrigeren Risiko für das Auftreten neuer Läsionen, einem 57 % niedrigeren Risiko für Schübe und einem 25 % niedrigeren Vergrößerung des Läsionsvolumens einhergeht“, erläutert Dr. Ascherio. “Bei MS-Patienten unter einer Interferon beta-1b-Therapie sind niedrige Vitamin D-Spiegel in einem frühen Erkrankungsstadium ein starker Risikofaktor für die langfristige Krankheitsaktivität und – progression.“

Quelle: Medical News Today. MediLexicon, Intl., 20 Jan. 2014. Web. 9 Feb. 2014.