Durchbruch bei der Überwachung des Behandlungserfolgs bei Multipler Sklerose?

New York (sr) – Ein Wissenschaftlerteam um Dr. Violaine Harris vom Tisch Forschungszentrum für Multiple Sklerose in New York hat eine neue Methode zur Bestimmung der Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) entwickelt und nun in der Fachzeitschrift „Multiple Sclerosis Journal“ veröffentlicht. Das Ziel einer MS-Behandlung ist es, die Krankheitsaktivität in Gehirn und Rückenmark zu verringern und ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Eine Methode den Erfolg einer Therapie zu messen, ist die Magnetresonanz-Tomographie (MRT).  Allerdings berichten Patienten immer wieder von Verschlechterungen ihres Zustandes, obwohl in ihren MRT-Befunden keine Veränderungen erkennbar sind. Hier könnte künftig ein einfacher Bluttest zeigen, welche Patienten besonders von einer krankheitsmodifizierenden Therapie profitieren. Die Forscher untersuchten dazu in der Rückenmarksflüssigkeit und im Blutplasma von Patienten mit MS die Konzentrationen eines Eiweißstoffes namens Fetuin-A. Fetuin A wird in der Leber gebildet und ist insbesondere an Entzündungsreaktionen beteiligt.Es zeigte sich, dass erhöhte Fetuin-A-Spiegel mit einer höheren MS-Krankheitsaktivität korreliert waren. Wurden die Patienten mit einem krankheitsmodifizierenden Arzneimittel behandelt, waren die Fetuin-A Spiegel nach einem Jahr verringert, zeigten also ein Ansprechen auf die Therapie an. „Mithilfe unserer Ergebnisse wird es möglich sein, eine neue Messmethode für die Überwachung des Erfolgs einer MS-Therapie zu entwickeln, ähnlich einer Blutzuckermessung bei Diabetikern“, meint Dr. Saud A. Sadiq, einer der Mitautoren der Studie.Quelle: Medical News Today, 1. August 2013 und Multiple Sclerosis Journal vom 25. Februar 2013, online erschienen vor Druck.