Elektronische Injektionshilfe führt zu hoher Therapietreue bei MS-Patienten

Chieti (sr) – Eine hohe Therapietreue (Adhärenz) zu subkutanem Interferon ß-1a (s.c. IFNß-1a) zeigten Patienten, die bei der Verabreichung des Präparates eine elektronische Injektionshilfe von Merck Serono verwendeten. Dies berichtet eine Gruppe von Forschern aus mehreren italienischen Kliniken unter Federführung von  Prof. A. Lugaresi von der Universität Chieti in der Zeitschrift BMC Neurology vom März 2012. Insgesamt 119 Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (MS) verabreichten sich im Rahmen der Studie über 12 Wochen Interferon ß-1a mit einem elektronischen Injektor, nachdem sie vorher mit einem anderen krankheitsmodifizierendem Arzneimittel oder mit subkutanem IFN ß-1a unter Verwendung einer alternativen Injektionshilfe behandelt worden waren. Ziel der Studie war die Bestimmung des Anteils therapietreuer Patienten unter Behandlung mit dem elektronischen Injektor, definiert als die Patienten, die sich nach 12 Wochen 80 % oder mehr der erforderlichen Dosen s.c. IFN ß-1a verabreicht hatten.Wie Prof. Lugaresi und Kollegen berichten, erreichten 88,2 % der Patienten dieses Ziel. Zieht man die Vorbehandlung der Patienten in die Betrachtung ein, so waren 84,0% unter intramuskulär verabreichtem IFN beta-1a, 93,3% unter Glatirameracetat, 96,2% unter s.c. IFN beta-1b und 100% unter s.c. IFN beta-1a adhärent.Die Autoren schlussfolgern aus den Ergebnissen ihrer Studie, dass die Verwendung eines elektronischen Injektors zur Erhöhung der Therapietreue von Patienten mit schubförmiger MS beitragen und damit das Therapieergebnis verbessern kann.Quelle: A. Lugaresi et al. BMC Neurology 2012; 12: 7 (Epub ahead of print)