Elektronischer Injektor trägt signifikant zur Sicherung des Therapieerfolgs bei

PHILADELPHIA (sr) – Bis zu 72 % aller Patienten mit Multipler Sklerose setzen die erforderlichen Therapiemaßnahmen nicht oder nur mangelhaft um.

Positive Behandlungsergebnisse einer immunmodulatorischen Basistherapie können allerdings nur dann erreicht werden, wenn MS-Patienten ihre Therapie regelmäßig und konsequent durchführen. In diesem Fall spricht man von einer hohen Therapietreue bzw. einer hohen Adhärenz. Dr. Antonios Bayas von der Neurologischen Klinik des Klinikums Augsburg stellte im Rahmen des Jahreskongresses der Amerikanischen Neurologischen Gesellschaft in Philadelphia nun die Ergebnisse der SMART-Studie vor, die erstmals die Therapieadhärenz von MS-Patienten über einen Zeitraum von einem Jahr dokumentiert. In dieser Studie sollte evaluiert werden, inwieweit ein elektronischer Injektor mit seiner integrierten Dokumentationsfunktion geeignet ist, die selbständige Behandlung mit einem Interferon-Präparat zu unterstützen. Nach zwölf Monaten waren noch 706 von 912 (77,4 %) ursprünglich in die Untersuchung eingeschlossen Patienten mit schubförmiger MS aktiv an der Studie beteiligt. Bei diesen Studienteilnehmern zeigte sich mit einer Injektionsrate von 96,5 % eine außerordentlich hohe Therapietreue. Im Laufe eines Jahres versäumten sie durchschnittlich nur 8,8 Injektionen. „Dies führte zu einer deutlich verminderten Schubrate bei diesen Patienten. Die ursprüngliche jährliche Schubhäufigkeit von 1,9 verbesserte sich infolge der elektronisch unterstützten Therapie auf 0,3 Schübe pro Jahr. Fast 80 % der ursprünglich eingeschlossenen Patienten blieben sogar nach zwölf Monaten noch schubfrei“, betont Dr. Bayas. „Diese Ergebnisse zeigen, dass die Therapiedokumentation mit dem verwendeten elektronischen Injektor die Einsicht der Patienten in die Notwendigkeit ihrer Therapie fördert, somit zu einer höheren Therapietreue und zu einem besseren Therapieerfolg beiträgt.“

Quelle: AAN 2014, Philadelphia, 1. Mai 2014, Poster P7.219 und Neurologie & Rehabilitation 2, 2014, Hippocampus Vlg., Mai/Juni 2014, S. 104, »Kongress Spezial – Fokus MS«, Ausgabe 1/2014 Merck Serono