PatientIn „AK113“ | 03. Dez. 2018

Guten Tag,

erstmal vielen Dank für die Möglichkeit hier Fragen zu stellen!

Ich bin weiblich 27 Jahre. Vor ca. 2 Wochen wurde bei mir wegen schwerer Migräne eine MRT Untersuchung ohne KM gemacht. Der Neurologe nannte es selber einen Zufallsfund und hat mir 2 Läsionen (kleine Runde weiße Kreise genau gegenüber voeinander, innere rechte und innere linke Gehirnhälfte ) gezeigt. Auf Nachfragen ist er leider nicht eingegangen nur das ich mir erstmal keine Sorgen machen muss und hat mit mir einen Termin für eine Lumbalpunktion ausgemacht, leider erst viel später.
Ich habe seit letzter Woche Dauerkopfschmerzen mit Schwindel, aber auch entweder zusätzlich oder zufälliger weiße gleichzeit starken Husten, Schnupfen, fühle mich sehr schlapp und bin schnell außer puste. Laut Arzt ein Virus.
Können die Läsionen auch von etwas anderem außer MS ausgelöst werden?
Bedeutet der Termin für die LP das der Arzt bereits von MS ausgeht?
Wie lang dauert das Ergebnis bei deiner LP?
Welche Hirnregionen sind typisch für Entzündungsherde bei MS?

Leider bin ich bis jetzt noch an keinen Arzt geraten der sich die Zeit genommen hat auf meine Ängste einzugehen.

Ich bedanke mich schon jetzt für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|04. Dez. 2018

Guten Tag AK113,

bei Menschen mit Migräne findet man im MRT oft Läsionen (weisse Flecken) im Gehirn ohne das dies zu irgendwelchen spürbaren körperlichen Beschwerden führt. Dies ist relativ häufig und erst mal ein gute mögliche Erklärung für den MRT-Befund. Es gibt viele weitere Möglichkeiten wie diese Läsioien, wenn sie älter sind spricht man auch von Narben, entstanden sein können beginnend mit ihrer Geburt.

Eine LP bedeutet, das ihr Arzt es weiter klären möchte, sonst nichts. Das ist bei jungen Menschen Routine. Das Laborergebnis kommt zeitlich abhängig vom genutzten Labor, erste Ergebnisse habe ich nach wenigen Stunden, Teile des Befundes können bei mir bis zu einer Woche dauern.

Typische Stellen für MS-Plaques im Gehirn sind direkt neben den Seitenventrikeln, oft bis zur Wand des Ventrikels reichend.

Angst sollte psychiatrisch oder psychotherapeutisch behandelt werden, wenn sie Lebensbereiche und Wohlbefinden maßgeblich beeinträchtigt.

MfG

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