PatientIn „Aikon1981“ | 07. Apr. 2018

Jo,

bei mir wurde ein Bandscheibenvorfall in der HWS (5/6) diagnostiziert, rechts lateral bis formalinal. Verdacht auf Irritation C6 und relativer diskogener Spinalkanalstenose. Die Diagnose erfolgt per MRT der HWS ohne Kontrastmittel. Dabei wurde auch eine chronische Nasennebenhöhlenentzpndung identifiziert.

Probleme mit der HWS habe ich eigentlich schon seit ich denken kann (bin männlich, 36).

Nun hatte ich neben steifem Nacken/Schulter auch rechts immer mal ein kribbeln im rechten kleinen und Ringfinger. Dies vor allem Nachts min Bett und auf der Couch.

Irgendwann kam dann auch nachts die linke Hand die eingeschlafen ist - rechts kaum mehr.

Jetzt hatte ich gestern tagsüber plötzlich den Daumen und Zeigefinger links kribbelig. Alles nicht immer und mal links, mal rechts.

Das alles ist mir unplausibel.

Also hab ich den Fehler gemacht zu googeln und da kommt man bei Kribbeln ja sehr schnell zu MS-Symptomen.

Dabei ist mir aufgefallen, das ich ab und an Sehstörungen hab, das erste Mal vor 10 Jahren. Alle paar Monate. Mal kippt das Bild wie zur Seite. Mal habe ich auf einem Auge einen grauen Schleier der sich sehr scharf zwischen oberem Auge (total klar) und unteren Auge (milchig) abgrenzt. So was dauert dann ein paar Sekunden bis 1-2 Monate, dann habe ich Monatelang wieder Ruhe. Ich war vor 10 Jahren im MRT (Hirn) und beim Augenarzt - kein befund, es hieß das wäre stressbedingt und ich habe auch viel Stress.

Dann ist mir noch aufgefallen das ich ebenso alle paar Monate wie einen Krampf im Rücken oder Brust habe, beim ersten Mal würde ich panisch und dachte s ist ein Herzinfarkt. Hab es dann aber auf Muskelverspannungen bomb Training geschoben (Krafttraining 3-4 mal die Woche).

Leider hat mich das googeln und das Sammeln dieser Symptome jetzt dazu verleitet zu denken, ich habe MS...kann man mich hier ein wenig beruhigen? Ich meine alles würde such irgendwie zu einem HWS Syndrom passen (Kribbeln, Sehstörungen). Aber irgendwie kann ich mich damit nicht beruhigen.

VG C

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|02. Nov. 2018

Hallo Aikon1981,

das klingt nun wirklich nicht nach MS.

Die Symptome eines MS-Schubes halten wesentlich länger an als Ihre Beschwerden, sie dauern unbehandelt Wochen bis Monate.

Ihre sensiblen Ausfälle an den Händen sind mit der Wirbelsäule gut erklärbar, auch wenn Ihnen dies nicht auf Anhieb plausibel erscheint.

Die Sehstörungen sind mit der HWS nicht erklärbar und wenn eine MRT nichts Ungewöhnliches zeigte auch nicht MS bedingt. Sie bestehen offensichtlich schon sehr lange ohne dass irgendetwas zurückbleibt, sind gleichartig und komplett vorübergehend. Auch das spricht gegen MS, so etwas kann man zB bei harmlosen Migräneformen haben.

Dr. Google kann ein Lehrbuch der Neurologie und eine Facharztausbildung noch lange nicht ersetzen, ist aber geeignet den User zu verunsichern.

MfG   

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