PatientIn „Jeanine“ | 09. Mär. 2019

Welche Basistherapie ist für RRMS geeignet?
Sind das nur die Interferone und Copaxone?

Gilenya? Tysabri?

Ich finde den Gedanken eben ganz angenehm nur 2x im Jahr eine Infusion.
Mein Arzt sagt aber ich hätte eine bisher milde Form. Da stellt sich mir die Frage wenn ich was stärkeres nehme, kann man dann auch downgraden? Oder kann man nur steigern was die Stärke des Medikaments betrifft?

Ich soll mir nämlich überlegen welche Basis Therapie ich beginnen möchte. Was aber in Frage kommt wurde nicht besprochen. Mein Termin ist Ende März.
Die NW finde ich bei keinem der Medikamente toll. Irgendwas in mir drin denkt sich das einem etwas nicht gut tun kann wenn zb. die Haare ausfallen, oder man flush bekommt, Krebs als NW (Bei Cop steht in der Packungsbeilage Hautkrebs?!)

Gerade für jemanden wie mich der nicht mal gern eine IBU nimmt ist das sehr schwer. Ich möchte nicht Pest mit Cholera tauschen. Ich möchte aber auch nicht, nichts tun.

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|10. Mär. 2019

Sehr geehrte Jeanine,

wir sprechen heute nicht mehr von einer Basistherapie, sondern von einer Therapie der milden Verlaufsform oder einer hochaktiven Verlaufsform.
Die nachfolgenden Präparate werden zu Beginn in der milden Verlaufsform empfohlen (Reihenfolge alphabetisch ohne Wertung):

    Dimethylfumarat (Tecfidera®)
    Glatimeracetat (Copaxone®, Clift®),
    Interferon β-1a (Avonex®, Rebif®),
    Interferon β-1b (Betaferon®, Extavia®),
    Peginterferon β-1a (Plegridy®),
    Teriflunomid (Aubagio®),
Alle Präparate sind gut wirksam und die Verträglichkeit ist individuell unterschiedlich. Wir vermögen leider nicht im Vorfeld zu sagen, wer was gut verträgt. Letztendlich sind es individuelle Faktoren, die die Auswahl bestimmen. Entscheiden Sie sich eher für eine Spritzen- oder Tablettentherapie ? Eher täglich oder übertägig ? In den Muskel gespritzt oder s.c., .... und viele andere Faktoren. Ein Gespräch mit einer MS-Nurse kann diesbezüglich viel helfen, da sie die nötig Zeit und praktische Erfahrung hat.
Päparate für die hochaktive Verlaufsform sind Substanzen, die in der Regel stärkere Nebenwirkungen nach sich ziehen, so dass man sie nicht bei den "einfachen Verlaufsformen" einsetzt. Ein sog. downgrade ist zwar möglich, aber nicht üblich.
Die "Nebenwirkung Krebs" bei den o.g. Präparaten sind eher als Zufallsbefunde in den Studien zu werten.

Mit freundlichen Grüßen

Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Serono GmbH keine Verantwortung.

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