PatientIn „Larandra“ | 19. Feb. 2019

Liebes Expertenteam,

kann man bei MS alle gängigen Durchfallmittel nehmen? Z.b. Tannacomp (mit Gerbstoff und Ethacridin zur Desinfektion) und Co?

Wann sollte man generell zum Arzt gehen? Er kann ja meist bei Durchfall sowieso nichts machen?

Ist es normal, dass ich jetzt wieder mehr Symptome habe? Wann klingen diese im Normalfall ab?

Könnte Durchfall eigentlich auch durch die MS selbst kommen? Ich habe immer wieder mit der Blase zu tun, auch Inkontinenz mit leichten bis mittelstarken Einnässen. Letztes Wochenende erst wieder 1 Tag akut, eben nichts mehr. Jetzt frage ich mich, ob ich eigentlich auch sehr wässrigen Durchfall von der MS bekommen kann, wenn die Blase ja auch betroffen sein kann.
Seit der MS habe ich auch immer wieder Übelkeit auftredend. Gerade eben auch wieder. Zum Schub hatte ich das auch mal, einschließlich Brechreiz (hatte damals aber Schwindel).

Danke für Ihre Antwort.

Vlg

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|25. Feb. 2019

Sehr geehrte Fr. Larandra,

eine Durchfallerkrankung ist nicht ein Symptom einer MS-Erkankung. Anders ist dies bei einer Blasenentleerungsstörung, da es oft bei der MS zu einer Tonuserhöhung (Anspannung) des Blasenschließmuskulatur kommt, der die Blasenentleerung einschränkt und es dadurch zu Restharnbildung mit gehäuften Blaseninfektionen kommt. Eine Durchfallerkrankung sollte man abklären, sofern sie häufiger auftritt. Sie sollte nicht regelmäßig mit Medikamenten behandelt werden. Dahinter kann sich eine chron. entzündliche Darmerkrankung verbergen, die speziell behandelt werden muss. Auch eine Laktose-Intolleranz und andere Erkrankungen könnten vorliegen. Demnach sollten Sie sich gastroenterologisch untersuchen lassen, ggf. muss sogar eine Darmspieglung folgen.
MS-Symptome könnten sich im Rahmen einer Durchfallerkrankung verschlechtern oder gar darunter einen Schub provozieren. Die Resoption von Medikamenten ist zudem erheblich eingeschränkt, sofern Sie eine Dauerbehandlung mit Substanzen machen, die p.o. eingenommen werden müssen.
Ein persistierender Schwindel kann zu einer Übelkeit führen und wäre somit mittelbare Folge eine stattgehabten Schubes.

Mit freundlichen Grüßen

Die Beiträge werden unverändert übernommen. Es erfolgt keine Prüfung oder Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder darin getätigter Aussagen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Beiträge übernimmt die Merck Serono GmbH keine Verantwortung.

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