PatientIn „Hanna“ | 13. Juli 2018

Sehr geehrtes Experten-Team,

Ich habe jetzt zu meiner MS (Diagnose 2010; Therapie Tecfidera) noch die Diagnose axiale Spondarthritis erhalten.

Werde zur Zeit zusätzlich zum Tecfidera mit Sulfasalazin, Schmerzmedikamenten und Prednisolon behandelt.

Das Prednisolon nehme ich seit März 2018- anfangs 100mg, dann schrittweise runter dosiert- seit ca.3 Wochen "nur noch" 10mg.

Kann sich diese lange Kortisongabe auf meine MS auswirken? Was wäre wenn ich jetzt einen Schub bekomme; kann ich dann noch Kortison bekommen? Oder wirkt das Prednisolon jetzt als eine Art Schutzschild gegen die MS?

Das Laufen fällt mir zur Zeit immer schwerer und auch meine Müdigkeit und Erschöpfung hat zugenommen.
Was kann ich noch tun?

Vielen Dank für die Beantwortung.

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|13. Nov. 2018

Sehr geehrte Hanna,
10 mg Prednison sind zwar in der Rheumatologie wirksam, reichen aber nicht aus, um eine MS in ihrem Verlauf signifikant zu beeinflussen. Die Konzentration im zentralen Nervensystem reicht dazu nicht aus. Wenn Sie einen akuten Schub bekommen sollten, kann man wie üblich eine Kortisonimpulsbehandlung (500-1000 mg/d über 5 Tage) durchführen. Allerdings muss man bei einer länger andauernden Kortisonbehandlung auf eine sog. tertiäre Nebennierenrindeninsuffizienz (M. Addison) achten. Ein langsames oder besser langsameres Ausschleichen von Kortison ist zwingend notwendig.
Symptome wie ein langsam schwerfälliges Laufen, eine Müdigkeit und eine vorzeitige Erschöpfung kann viele Ursachen haben. Im Falle der MS natürlich eine Fatigue oder auch eine muskuläre Spastik. Auch die über längere Zeit andauernde Kortisonbehandlung kann ursächlich sein (u.A. auch eine Myopathie).
Die Abklärung ist komplex und bedarf einem Zusammenspiel von Neurologen und Rheumatologen. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Beschwerden mit beiden besprechen und auch eine Laborkontrolle (Elektrolyte, CRP, BB, ...) vornehmen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

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