PatientIn „Lisa “ | 06. Jan. 2019

Geehrter Dr. Med D. SCHEIDER,
Ich nehme folgende Medikamente für MS:
Grabapentin 800g 1-1-1, Fampira 10mg 1-0-1,Microsoft, Folsäure,Fluoventin, Sativex.

Für Herz:
Ranipril 5mg, Baclufen 10mg, Bisoprolol 5mg, ASS 100mg, Isocom 25mg.
Ich hatte schubförmigen Verlauf. Hatte Rebiff44 gut vertragen. Nur nicht Tysabri und jetzt Aubagio. Muss jetzt bis Ende Januar warten ohne Medikament. Ich laufe schlechter. Fall immer Mal hin. Das Krippeln in Händen und Füssen wird schlimmer. Das Gedächtnis läßt nach, die Augen werden schlechter. Lustlosigkeit, müde ohne schlafen zu können. Mein Arzt Dr. med. Gjaurov ich soll mich mit Copaxone (ab Ende Januar spritzen. Das wollte ich eigentlich vermeiden, dass Spritzen wieder. Danke für Ihre Antwort MfG Lisa

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|16. Jan. 2019

Sehr geehrte Lisa,

nach Ihren Schilderungen gehe ich davon aus, dass bei Ihnen u.A. spinale Herde (Rückenmarksherde) bestehen. Dabei kommt es zu einer spinalen Ataxie (Gangunsicherheit) und einer muskuläre Spastik. Sie nehmen derzeit gleich 4 Präparate gegen eine muskuläre Spastik (Baclofen, Fampridin, Cannabis und Gabapentin) ein. Diese selbst können zentralnervöse Nebenwirkungen in Form von Müdigkeit und Gedächstnisstörungen machen (ggf. Dosisanpassung erforderlich).
Ob man sich nun zu einer Basistherapie mit Glatimeracetat (z.B. Copaxone) oder einer Interferonbehandlung (z.B. Rebif) entscheidet hängt davon ab, ob diese Substanzen im Vorfeld (im Falle von Rebif) gut gewirkt haben. Die Verträglichkeit war ja gegeben. Wechselwirkungen zu den Herzpräparaten, die gegen diese beiden Substanzen sprechen, sehe ich nicht.
Alternativ wäre eine Behandlung mit Fingolimod (Gilenya®) möglich (Tablettentherapie). Bei häufigen Schüben ist auch eine Therapie mit Alemtuzumab (Lemtrada®) oder Cladribin (Mavenclad®) eine gute Option (jeweils kurze Infusionbehandlung 1 mal im Jahr).

Mit freundlichen Grüßen

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