PatientIn „Mila “ | 06. Sep. 2018

Es heißt man soll früh genug mit den Medikamenten beginnen um auf der sicheren Seite zu sein. Ich bereue diese Entscheidung. Meinnerster Schub entstand zu einer schlimmen Zeit in meinem Leben und hat sich mit Kortison komplett zurückgebildet. Die plötzliche Diagnose und das Unwissen in diesem Bereich führte dazu, dass ich mir direkt ein Medikament ausgesucht habe. Ab dort wurde alles schwieriger..ich bin lange krank ..ich bin sehe anfällig geworden usw.

Mittlerweile hab ich es so lang genommen und Angst einfach darauf zu verzichten und erstmal zu beobachten.. mein Arzt hat mir dad alles nicht einfacher gemacHT indem e sagte er würde dringend abraten mit den spritzen aufzuhören, aber es sei ja mein Leben.

Wie wäre es, wenn ich jetzt 4 Jahre nach Beginn einfach aufhöre? Kann man nicht erstmal beobachten, bevor man die Patienten mit Medikamenten zugeballert?
Wer versichert mir, dass es wirklich die spritzen sind die helfen und nicht mein Körper einfach stark genug ist..

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|14. Nov. 2018

Sehr geehrte Mila,

die Frage, die Sie sich stellen, haben wir schon wiederholt hier in diesem Forum besprochen, da Sie mit Ihren Gedanken nicht alleine sind. Natürlich wünscht man sich selbst, dass die Erkrankung harmlos verläuft, dass keine weiteren Schübe auftreten und es bei einem einmaligen Ereignis bleibt. Aber so ist es in den meisten Fällen leider nicht. Ihr Körper ist in diesem Fall einfach zu aktiv - MS ist eine Autoimmunerkrankung, wo der Körper gegen sich selbst eine Entzündung aktiviert hat - der Begriff "mein Körper stark genug ist" ist demnach nicht gültig.

Wenn es so ist, dass Sie die Injektionsbehandlung nicht vertragen, was durchaus sein kann, dann müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Neurologen nach einer Alternative schauen. Es gibt mittlerweile Substanzen, die man nur einmal jählich einnehmen muss. Dazu müssen aber bestimmte Kriterien erfüllt sein. Aber auch eine Behandlung mit Tabletten wäre eine Option. Präparate gibt es viele, so dass man sicher für Sie auch die geeignete Substanz finden sollte.

Wichtig wäre auch zu schauen, wie aktiv Ihre Erkrankung überhaupt ist. MRT-Kontrollen im Verlauf sollten angefertigt werden, bevor man sich zu einer Änderung der Therapie entscheidet.

MIt freundlichen Grüßen

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