PatientIn „Loupaula2000“ | 23. Dez. 2018

Hallo,
ich bin weiblich und 18 Jahre alt. Meine psychische Leidensgeschichte reicht bis in meine Kindheit zurück. Ich leide seitdem ich 8 Jahre alt bin unter einer Angsstörung. Als ich 14 war entwickelte sich eine Ess-Brechsucht die sich bis heute bemerkbar macht, die ich jedoch wieder etwas in den Griff bekommen habe, da ich an der Grenze zur Magersucht war bzw. bin.
Nun bin ich völlig in Panik, da ich vor ca. einer Woche für ca. 15 min nur Blitze sah, die gingen zwar weg, jedoch belasteten mich danach starke Kopfschmerzen die erst nach einem Tag weggingen. Am nächsten Tag entwickelte sich ein kribbelgefühl am Arm, welches sich nach kurzer Zeit auf den gesamten Körper ausbreitete. Aus Panik habe ich gleich ein MRT meines Kopfes und meiner HWS gemacht, jedoch ohne Kontrastmittel. Es lag kein Befund vor. Nun ist das alles eine Woche her und nichts hat sich gebessert, ich habe kribbelgefühle starke Müdigkeit und antriebslosigkeit und panische Angst vor MS. Meine Eltern mache ich verrückt, da diese der Überzeugung sind das es Psychosomatisch ist, aber ich bin nicht verrückt und mein Körper hat definitiv ein Problem, doch ich habe furchtbare Angst vor einer weiteren Diagnose.
Vor allem die Angst zu erblinden ist sehr groß, da der Augenarzt mir jetzt auch noch eine Brille verordnet hat.

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|25. Dez. 2018

Sehr geehrte Fragestellerin,

kurzzeitige Sehstörungen in Form eines verzerrten Sehens oder Blitze in Kombination mit Kopfschmerzen sind mit aller Wahrscheinlichkeit auf eine Migräne zurück zu führen. Oft liegt begleitend eine Licht- und Geräuschüberempfindlichkeit und ggf. auch Übelkeit und Brechreiz vor. Schlaf, ruhig Räume und die Einnahme von Paracetamol oder andere Schmerzmittel helfen zunächst gut (Dauer in der Regel < 24 h). Kopfschmerzen gehören nicht zu einer MS !

Bei einer MS ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass am gesamten Körper Kribbelmissempfindungen zu beobachten sind. Vielmehr würde ich hier die Angst und eine Fehldeutung mutmaßen wollen (sog. somatoforme Störung). 
Ihre Angst ist völlig unbegründet, da zum einen die Symptome nicht passen und das MRT einen unauffälligen Befund ergab. Beobachten Sie den weiteren Verlauf, dokumentieren Sie Ihre Symptome und lassen sic von einer/m Neurologin/en beraten. Nicht Sie sollten die Notwendigkeit von Untersuchungen veranlassen, sondern der Arzt. Ich hätte vermutlich bei Ihren Angaben kein MRT gemacht, da alles nicht zu einer MS passt.

Mit freundlichen Grüßen

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