PatientIn „Maria“ | 22. Feb. 2018

Guten Tag,

ich habe seit 2010 eine primär progrediente MS. Behandelt wurde ich erst
mit 1 Tbl. wöchtl. Mitoxantron. Konnte ich aber schlecht vertragen. Danach dann alle 3 Monate hochdosiertes Cortison (3.000 mg)und danach dann Mitox. Seit einem halben Jahr wurde das Mitox abgesetzt, da ich bald
an der Höchstgrenze komme. Danach dann nur hochdosiertes Cortison. Beim
letzen Mal ist mir etwas komische passiert. Am 2. Tag der Behandlung habe ich Nachts wohl etwas anders gehandelt. Ich bin 3 mal aufgestanden, das 1. Mal bin ich in das Badezimmer gegangen, habe 3 Waschlappen nass gemacht und bin mit Handtuch und Waschlappen in das Schlafzimmer gegangen und habe diese meinem Mann um die Füße gewickelt. Beim 2. Mal bin ich wieder aufgestanden und wollte die Treppe runter gehen, mein Mann folgte mir und fragte: Wo willst Du den hin. Meine Antwort: auf die Wiese. Beim 3. Mal bin ich wieder runter gegangen, habe einen Teller aus dem Schrank geholt, bin wieder in das Schlafzimmer gegangen. Mein Mann fragte mich: was willst Du den damit. Meine Antwort: ich will den Tisch decken und stell den Teller unter mein Bett. Am anderen Morgen habe ich mich an alles erinnert und mir wurde es heiß und kalt. Mein Gedanke, du wirst doch nicht Dement werden.
Dann bekam ich am 4. Tag einen Durchfall, den ganzen Tag.
Am nächsten Morgen bin ich dann zwischen Esszimmertür und Wohnzimmertür
ohnmächtig geworden. Habe mir dabei eine Schulter-, Brustbein-, Nasen- und Poprellung zugezogen.
Meine Frage hat das mit der Therapie zu tun oder werde ich doch dement?
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Vielen Dank im voraus und herzliche Grüße
Mia

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|01. Nov. 2018

Sehr geehrte Maria,

die abnormen Vorgänge, die Sie schildern, können Folge von post- oder interiktalen Zuständen sein. Nach oder während spezieller Anfälle (wir nennen diese komplex-fokale Anfälle und Frontallappenanfällen) sind derartige Psychosyndrome charakteristisch. Insbesondere ein rascher Wechsel des Vigilanz- und Orientierungszustandes ist dabei typisch. Mutmaßlich hatten sie keine Synkope (Sturz mit Prellungen) sondern doch eher einen epileptischen Anfall mit Ohnmachtsverlust.
Sie sollten sich rasch neurologisch untersuchen lassen. Neben einem oder besser mehreren EEG´s muss auch eine MRT-Untersuchung des Schädels erfolgen.

Natürlich gibt es noch andere Differnentialdiagnosen, aber dies bedarf einer guten Abklärung.

Mit freundlichen Grüßen

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