PatientIn „Jennifer“ | 14. Jan. 2019

Hallo
Kurz zu mir, ich bin im Oktober 31 geworden, und weiblich. Seit September 2018 besteht bei mir der Verdacht CIS.
Ich hatte Sensibilitätsstörungen und Kopfweh daraufhin wurde ein MRT mit Kontrastmittel gemacht. Es wurden 2 Herde im Schädel gefunden die nicht "aktiv" waren.
Eine davon MS typisch.
Eine MS-typische Läsion im MRT (links periventrikulär).
Eine zweite sehr kleine Läsion rechts im Marklager, die jedoch nicht an MS-typischer Lokalisation liegt.

Daraufhin wurde in einer MS Klinik eine Lumbalpunktion gemacht.
Das war Mitte Oktober 2018

Der Liquorbefund war MS-typisch mit Pleozytose (deutlich im MS-typischen Rahmen erhöhte Zellzahl), Nachweis einer intrathekalen IgG-Produktion mit pos. oligoklonalen Banden.

MRT HSW war ohne Befund.

Die Diagnose blieb bei CIS.

Mein Kontroll MRT vom Schädel war jetzt am 04.01.2019.
Es wurde eine neue Läsion gefunden die wieder nicht "aktiv" war.

Gesamtbefund der 3 Herde vom 04.01.2019 Liquorräume regelrecht. Anlagebedingt geringe Asymmetrie der Seitenventrikel.
Kleiner streifenförmiger Entmarkungsherd in der corona radiata hochfrontal rechts.
Größerer, zentrifugal ausgerichteter Herd angrenzend an die corona radiata links.
Am Marklager links frontal zusätzlich 6mm große subkortikale Herabsetzung, die im Vergleich zu den beiden anderen Herden im Randbereich unscharf begrenzt ist und ein Shine through zu in der DWI aufweist.
Keine Kontrastmittelaufnahme der genannten Herde.
Sonst neurokranium regelrecht.

Beurteilung:
Im Vergleich zur VU 09/18 neu aufgetretener großer entmarkungsherd subkortikal frontal Links 6mm. Unveränderte Darstellung der beiden anderen bekannten herdsetzungen. Keine Floride Entzündung.

Ich war beim Neurologen.
Dieser sagte ich kann davon ausgehen WARSCHEINLICH MS zu haben.
Dieses warscheinlich stört mich etwas.
Ich habe am Donnerstag angefangen mit Rebif/Rebismart.
Heute Abend ist die dritte Spritze mit 8mcg
Ich habe mich schon damit abgefunden... Die Trauerphase ist vorbei.
Ein sicheres ja wäre mir allerdings lieber als ein vielleicht...!!
Können sie mir sagen was Sie denken aufgrund der Fakten?
Ich hätte noch eine Frage.
Mein rechtes Bein tut manchmal weh.
Im Wadenbereich.
Mein Neurologe meinte MS verursacht keine Schmerzen und schickte mich zum Orthopäden.
Dieser fand nichts.
Meine Wirbelsäule und mein Knie wurde geröntgt.
Alles ok. Auch war ich bei der Hausärztin heute. Diese machte einen Ultraschall der Venen im Bein um ein Blutgerinsel oä. auszuschließen.
Es war auch hier alles ok.
Die Schmerzen habe ich schon ca. 4 Wochen.
Sie kommen und gehen, aber treten nur in Ruhe auf.
Nicht beim laufen!
Fakt ist, dass mir meine Rechte Wade und manchmal das Knie weh tut.
Magnesium 375mg nehme ich seit Oktober 2018.
Stimmt es das MS keine Schmerzen verursacht?
In der MS Klinik wurde natürlich auf Borreliose und alles mögliche getestet.
Lg, und danke für Ihre Zeit

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|14. Jan. 2019

Sehr geehrte Jennifer,

wenn ich Ihre Befunde richtig interpretiere, dann haben Sie zwei typische MS-Läsionen, die  zeitlich voneinander getrennt aufgetreten sind (somit ist das Kriterium "zeitliche Dissemination" gegeben). Ergänzend hatten Sie eine Pleozytose mit oligoklonalen Banden. Dies kann man als ein zusätzliches Kriterium für die Diagnose MS verwenden. Somit sind für mich die Diagnosekriterien nach McDonald erfüllt, sofern die Klinik alle Differnentialdiagnosen abgeklärt hat, wovon auszugehen ist. Eine Therapie zu beginnen ist die richtige Entscheidung. Die Dosis von Rebif sollte allerdings in Kürze auf 22 bzw. bei guter Verträglichkeit auf 44 µg erhöht werden.
Zu einer weiteren MRT-Kontrolle in 6 Monaten ist zu raten.

Die Schmerzen in den Beinen und im Knie haben mit der MS mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts mit MS zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

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