PatientIn „Tara“ | 06. Aug. 2018

Sehr geehrter Dr. Schneider,

herzlichen Dank für Ihre Antwort vom 31.7.2018 bezüglich meiner Frage. Ihre Anwort hilft mir sehr.

Ich bin kein "junger" Patient, ich bin 51 Jahre alt.
Und ja, ich nehme momentan kein Präparat zur Prophylaxe.

Ich habe meine MS wahrscheinlich seit langem, seit 2001 habe ich Gefühlsstörungen an meiner linken Hand, damals lag der Verdacht aber nach dem MRT eher auf zerebrale Vaskulitis oder Hirnschlag. MS stand im Raum, aber war nicht bestätigt.
Die definitive Diagnose bekam ich erst nach meinem letztjährigen epileptischen Anfall.
Vorher noch hatte ich ca. 2010 einen Ausfall meines Gleichgewichtssystems, damals sagte mir ein Arzt in der Uniklink Freiburg, dass aufgrund der geringen Tätigkeit im Gehirn nichts prophylaktisch gemacht werden müsste. MS stand auch damals im Raum.

D.h. für mich, dass die Schübe alle 8 - 10 Jahre stattfanden. Deshalb dachte ich auch, es geht so weiter ... Was wohl dann falsch war und ich zumindest dann im letzten Jahr mit der Prophylase hätte starten sollen.

Aber heisst das für mich, dass ich gleich zu Beginn der Gefühlsstörungen ein MRT hätte machen lassen sollen? Und wenn ein Schub bestätigt worden wäre, sofort mit einer Kortison-Therapie beginnen?
Mein Neurologe meinte das sei nicht notwendig, wir könnten warten bis zu jährlichen MRT-Untersuchung im September. Er meinte einfach, das sind Gangstörungen im Zusammenhang mit der MS, deswegen auch das Fampyran. Ich bekomme auch viel Physiotherapie.
Hilft auch ein bisschen, ich laufe besser, aber die Taubheit ist halt immer noch da.

Ich danke Ihnen vorab für Ihre Antwort, mit freundlichen Grüssen

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|06. Aug. 2018

sehr geehrte Tara, 

nun, jedes neurologische Problem stellt einen Entzündungsschub dar. Manchmal sind nur kleine Defizite spürbar, mal stärkere. Das hängt immer davon ab, wo genau der Entzündungsherd liegt. Gerade bei Herden im Rückenmark können gravierende Störungen bestehen. Da auch unbemerkt MS-Herde auftreten können, sollte man meines Erachtens immer direkt ein MRT mit KM machen, wenn akute Defizite bestehen. Bei KM aufnehmenden Herden oder relevanten Ausfällen sollte eine Kortisontherapie erfolgen. 

Die Indikation zu Prophylaxe hängt davon ab, wie die krankheitsdynamik ist. Es ist immer eine Abwägung zwischen Prognose, Risiken und Nebenwirkungen. Eine nicht immer einfache Entscheidung. 

Mit freundlichen Grüßen 

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