PatientIn „MiamiGa“ | 25. Sep. 2018

Hallo,
habe seit ca. 20 Jahren MS und bin eigentlich mit dem Krankheitsverlauf zufrieden. Kaum Ausfälle, nur oft Fatique und seid 4 Jahren Depression und Angststörungen. Habe mehrere Klinikaufenthalte hinter mir, aber keiner konnte ein Medikament anwenden, bei dem ich keine heftigen Nebenwirkungen hatte. Habe ein Vierteljahr kein Medikament genommen, aber jetzt benötige ich doch wieder etwas und das jetzt verschriebene Med. Venlafaxin, 37,5mg hat wieder nach 1 Stunde sehr starke Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, schwitzen usw. hervorgerufen. Ich weiß eigentlich nicht mehr weiter. Kann diese starke Reaktion bei mir auch durch die MS kommen.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
mit freundlichen Grüßen
G. Schmitt

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|14. Nov. 2018

Hallo MiamiGa,

die Reaktion auf Venlafaxin hat nichts mit MS zu tun, sie ist eine nicht so seltene Eindosierungsreaktion auf eine bestimmte aktivierende Antidepressiva. In der Regel verschwindet sie nach wenigen Tagen. Trotzdem ist meine Praxis eine alternative Substanz zu verwenden,wenn in der Eindosierung nicht tolerierbare unerwünschte Wirkungen (UAW) auftreten, wenn die Symptome nur leicht sind kann man die Rückbildung abwarten.

In Ihrem Fall würde ich eine Alternative erwägen, dafür kommen v.a. SSRI in Frage. Da sie bereits früher Antidepressiva eingenommen haben, gibt es ja vielleicht eine bekannte besser verträgliche Alternative. Falls die Vormedikamente UAW der Dauereinnahme hatten (zB Störung der Libido/Potenz/Orgasmusfähigkeitbei SSRI oder Müdigkeit/Antriebstörung bei anderen Substanzklassen) würde ich eine für sie neue Substanz empfehlen, die Möglichkeiten sind hier zahlreich.

Mit Antidepressiva kennen sich Neurologen oft nicht so gut aus, am besten beherrschen dies Psychiater.

MfG

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