PatientIn „Saskia “ | 12. Juli 2017

Hallo!

Ich habe vor 15 Jahren meine MS Diagnose bekommen, bin jetzt 33 Jahre alt und hatte die Symptome schon seit dem 10-12 Lebensjahr mit wiederkehrenden Arztbesuchen ohne das jemand sich ernsthaft um Klärung bemüht hat.

Nun habe ich seit drei Jahren einen Partner mit dem ich mir durchaus Kinder vorstellen kann, da er mich und meine Erkrankung hundertprozentig akzeptiert.

Meine Neurologin unterstützt mich nur bedingt bei meinem Wunsch und verunsichert mich. Mit 33 Jahren finde ich, das ich meinen Wunsch nicht mehr hinten anstellen kann und zur Zeit bin ich zumindest größtenteils stabil und konnte die meisten Medikamente Absetzen und Sprite zur Zeit nur mich Copaxone 40mg.

Lange Rede kurzer Sinn, ich möchte aktiv in die Familienplanung gehen und habe meine Pille abgesetzt, Copaxone soll man laut Neurologin erst bei positiven Test absetzen - aber ist das wirklich ratsam? Es soll häufiger zu Fehlgeburten führen.

Mein Gynäkologe rät zu Folsäure und sonst erstmal nix.

Ist das der richtige Weg den mir die Ärzte da vorgeben oder kann und sollte ich was anderes machen?

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|30. Okt. 2018

Sehr geehrte Fragestellerin,

bei einem stabilen Krankheitsverlauf ist nichts gegen Ihren Wunsch, ein Kind zu bekommen, einzuwenden. Das Thema selbst ist sehr komplex und facettenreich. Wirklich kompetent beraten Fr. PD Dr. K. Hellwig. Sie leitet das DMSKW-Register (MS und Kinderwunschregister) und hat in den vergangenen Jahren viel Erfahrungen zum Thema Schwangerschaft und MS sammeln können. Auf der Seite www.ms-und-kinderwunsch.de können Sie sich näher informieren und sich auch weiter beraten lassen. Auch wenn die Substanz Glatimeracetat bei Schwangerschaft kontraindiziert ist, so besteht kein erhöhtes Malformationsrisiko und keine erhöhte Frühabortrate bei Beenden der Therapie nach Eintritt einer Schwangerschaft. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme und Absicherung. Es wird praktisch oft genau so gemacht, wie es Ihre Neurologin vorgeschlagen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. D. Schneider

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