PatientIn „Maria“ | 22. Jan. 2018

Guten Tag. Im Juli 2016 habe ich meinen 1. Schub (halbseitige Lähmung und Epilepsie) gehabt. Im Nov. 2017 war ich dann endlich gut mit Medikamenten eingestellt... Ich habe mich bis dahin einigermaßen erholt. Im Dezember 17 habe ich aufgehört Copaxone zu spritzen, weil ich nur noch Verhärtungen hatte und das Spritzen immer schmerzhafter wurde. Jetzt vor 1 Woche habe ich den nächsten Schub (Sehnerventzündung). Habe eine 3-tägige Intensiv-Cortison-Behandlung hinter mir. Jetzt fühle ich mich wieder schlecht, alles tut weh. Alternativ zu den Spritzen hat mir mein Neurologe Tabletten vorgeschlagen, die 14-tägig mit Blutkontrollen einhergeht und sollte ich schwanger werden wollen (bin 20 Jahre alt), sind die Tabletten bestenfalls 3 Jahre vorher abzusetzen, geschweige von allen Nebenwirkungen.. Ich möchte diese Tabletten nicht nehmen. Es muss doch noch andere Möglichkeiten an Medikamenten geben, die weitere Schübe verhindern bzw reduzieren sollen. Ich möchte auch nicht mehr spritzen. Bin gerade völlig hilflos. Kann und will mit niemandem reden. Können Sie mir vielleicht helfen?
MFG Maria

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|31. Okt. 2018

Sehr geehrte Maria, 

zunächst einmal ist es wichtig, dass eine aktive, schubförmig verlaufende MS behandelt werden sollte (besser muss). Gerade in den ersten Jahren ist eine nahtlose Behandlung essentiell wichtig, da man bei einem späteren Beginn der aktiven Therapie die erlangten Defizite nicht wieder aufholen kann. Zum Glück gibt es mittlerweile gut wirksame und mit erträglichen Nebenwirkungen behaftete Therapieoptionen. Aber ganz ohne Laborkontrollen und bestimmten Verhaltensmaßregeln geht es leider nicht. Wenn Sie keine regelmäßigen Tabletten und keine Spritzen vertragen oder nicht wünschen, dann gäbe es die Option einer Infusionsbehandlung (Alemtuzumab, Natalizumab) oder einer kurzzeitigen Tablettentherapie (Cladribin) je über nur 1 Woche in Jahr 1 und 2, der dann eine Behandlungspause über 2 Jahre folgt. 

Es gibt ganz sicher auch für Sie eine akzeptable Option, mit der Sie gut leben können. Keine Therapie ist hingegen nicht zu empfehlen. Lassen Sie sich nochmals beraten.

Mit freundlichen Grüßen 

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