PatientIn „Jette“ | 22. Jan. 2019

Sehr geehrte Experten,

Anfang Dezember musste ich das Tecfidera absetzen, da ich auf Lemtrada eingestellt werden soll- die Lymphozyten sollten sich erholen...

Ich hatte mit der Umstellung auf Lemtrada eigentlich jetzt irgendwann gerechnet...

Doch jetzt wurde festgestellt, dass mein Impfstatus (besonders die Masern) nicht ausreicht.
Das heißt der Therapiebeginn kann frühestens in 6 Wochen sein...

1. Was kann ich tun, um keinen Schub zu bekommen (Ich bin ja dann fast 3 Monate ohne Therapie)?
2. Kann ich durch die Masernimpfung einen Schub bekommen?
3. Was mache Ich, wenn ich einen Schub bekommen sollte? Verschiebt sich der Therapiebeginn erneut?
4. Kann und darf ich nach der Therapie gleich reisen (meinen Berechnungen nach könnte ich das Lemtrada um den 10. März bekommen- am 9. April wollte ich eigentlich in den Urlaub)?

Vielen herzlichen Dank für die Beantwortung.

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Deine Frage beantwortet

Carsten Sievers
Neurologe|25. Jan. 2019

Sehr geehrte Jette,

es gibt zur Vermeidung eines Schubes leider nur einige Verhaltensempfehlungen. So sollten sie eine Erhöhung deer Körpertemperatur vermeiden (Fieder konsequent medikamentös senken, kein extremes Saunieren), Vermeidung von Infekten durch Lebensführung/Hygiene).

"Kann-Fragen" muss man fast immer mit ja beantworten (Kann ich im Lotto gewinnen?), ein Schub durch eine Masernimpfung ist allerdings extrem unwahrscheinlich.

Wenn man die entzündungsbedingte größere Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke im Schubareal des Gehrins al mögliche Eintrittspforte für Infektionen betrachtet, wird man nicht unmittelbar im Schub Alemtuzumab geben. Ein immobilisierender Schub kann eine Verschiebung der Infusion erforderlich machen.

Nach der Infusion besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko und die Notwendigkeit des Monitoring. Monitoringmaßnahmen sollten zwingend erfolgen. Im Monat nach der Infusion sollten Infektionsrisiken auch durch die Lebensführung minimiert werden, auf einer Reise ist dies oft nur schwer möglich.


MfG

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