PatientIn „Dagi“ | 28. Dez. 2018

Guten Morgen,
leider bin ich momentan ziemlich überfragt und brauche dringend einen Rat. Ich bin 23 Jahre alt und habe seit ca. 8 Jahren MS. Ich nehme Gilenya und bin damit an sich auch ganz gut eingestellt und kann relativ gut mit meiner MS umgehen.
Seit über einer Woche habe ich kribbeln, taubheit und Ausfälle in den Armen (vorallem rechts) und im Gesicht.
Auch meine Arme und Beine sind extrem geschwächt.
Ich habe außerdem seit ungefähr 8 Monaten schmerzen in der rechten Schulter (war auch schon bei diversen Ärzten/Orthopäden, bis jetzt konnte mir da leider noch keiner wirklich helfen), diese sind, seitdem die Symptome aufgetreten sind, auch fast unerträglich geworden (vorher waren die mal da, mal nicht, aber nie so stark).
Ich hatte früher schon Schübe, bei denen es gekribbelt hat, allerdings nie durchgängig und so lange am Stück.
Ich war jetzt 3x im Krankenhaus, bis jetzt konnte mir keiner helfen. Neurologisch wurde ich untersucht und das war unauffällig. Sowohl Orthopäden als auch die Neurologen sind der Meinung, dass man ohne MRT nicht feststellen kann, ob es ein Schub ist oder was mit der Schulter/Bandscheiben zutun hat. Allerdings sehen die mich alle nicht als so "akut" an, dass ich beim MRT vorgezogen werden muss.
An einem Abend konnte ich die schmerzen kaum noch aushalten, da war ich dann bei der Bereitschaft. Der Arzt hat mir dann Schmerzmittel in den Rücken gespritzt und leichte Kortisontabletten verschrieben. Durch die Spritze sind die schmerzen minimal besser geworden, aber das kribbeln ist leider noch genauso intensiv. Einen MRT Termin habe ich erst am 8. Januar.
Ich habe wirklich schmerzen und momentan gar keine Lebensqualität, weil das kribbeln überall so intensiv ist.
Ich bin jetzt krank geschrieben und warte daheim sozusagen auf meinen MRT-Termin, mein Neurologe ist noch bis zum 7. Januar in Urlaub. Haben Sie einen Tipp für mich, was ich noch machen kann? Oder soll ich einfach wirklich bis zum 8. Januar abwarten? Ich fühle mich momentan wirklich hilflos und unverstanden und eigentlich möchte ich auch nicht so lange auf der Arbeit ausfallen. Aber so wie es momentan ist, kann ich leider wirklich nicht arbeiten gehen...

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Liebe Grüße

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|10. Jan. 2019

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

es ist nicht einfach, Ihnen eine einfache Antwort zu geben, da bereits schon zwei Fachärzte Sie untersucht haben und auf ein MRT verweisen. Grundsätzlich sehe ich allerdings auch die Notwendigkeit eines MRT mit KM, da man damit eine zentral entzündliche Ursache  aus- bzw. einschließen kann. Eine Gürtelrose, die durchaus die Schmerzen erklären könnte, liegt mutmaßlich nicht vor, da entsprechende Hauptveränderungen nicht bestanden haben (selten fehlen diese aber). Ein Tief sitzender Bandscheibenvorfall der HWS ist sicher die am wahrscheinlichsten vorliegende Differentialdiagnose. Ein starker Schmerz, der einem den Schlaf raubt, führt sicherlich auch zu Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit und Schlappheit. 

Da die Symptome schon einige Zeit bestehen und die neurologische Untersuchung keine Auffälligkeiten ergab und der 8.1. bald ist, sollten Sie meines Erachtens den Termin abwarten. Die Ausstellung einer AU sollte bis dahin der Hausarzt veranlassen.

Mit freundlichen Grüßen 

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