PatientIn „ChoshaSutera“ | 19. Jan. 2019

Hallo..
Ich hätte folgende Frage, seit 2006/2007 habe ich die Diagnose Migräne bekommen( Meine Symptome sind: Stechender Schmerz im linken Auge, Blindheit auf diesem Auge, Wortfindungsstörungen,Krampfanfälle, Zucken der Muskeln sowie der Hände und Augenlider, Blasenschwäche,uvm.) MRT wurde 2 mal bei mir gemacht und dort sind Läsionen auf dem Gehirn zu sehen, der Neurologe meinte es wäre Migräne.. Nun zu meiner Frage, Können durch Migräne mit Aura Läsionen am gesamten Gehirn entstehen?? Oder ist es doch eher eine andere Krankheit? Ich weiß mir auch langsam keinen Rat mehr, da die Symptome immer schlimmer werden und auch öfters auftreten..Ich habe vom Neurologen Topiramat bekommen aber das hilft nichts, im Gegenteil die Nebenwirkungen sind extrem.. Lg

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|25. Jan. 2019

Sehr geehrte Chosha,

der Begriff Läsionen ist sehr unsprezifisch. Darunter kann sich alles und nichts verbergen. Man müsste gnenau erfahren, um was es sich für MRT-Veränderungen handelt. Unter einer Migräne sind migräneassoziierte Infarkte, somit kleine Durchblutungsstörungen beschrieben, die MRT-Läsionen nach sich ziehen können, wobei diese sehr selten sind. Nach Ihren Schilderungen gehe ich davon aus, dass die neurologischen Symptome nur flüchtig auftreten und sich stets wieder zurückbilden. Krampfanfälle und Blasenschwäche gehört nicht zu den Symptomen einer Migräne. Dies muss andere Ursachen haben. Bei einer MS sind bei einem Schub neurologische Defizite für mindestens 24 h vorhanden und bilden sich dann schrittweise mal vollständig, mal unvollständig zurück. Zu prüfen wäre, ob die "Läsionen" in den Regionen liegen, die auch zu den passenden neurologischen Defiziten überhaupt passt.
Die Behandlung der Migräne ist kompliziert und oft frustran. Neben Topiramat sind Betablocker, Kalziumantagonisten, Amitritptyllin und ggf. auch Valproinsäure zur Prophylaxe geeignet. Nach meinen Erfahrungen ist auch eine Botulinumtoxinbehandlung gut wirksam. Eine Injektion alle 4 Wochen mit Eremumab ist seit kurzem zur Prophylaxe auf dem Markt. Damit habe ich allerdings noch keine Erfahrungen sammeln können.

Mein Rat: gute und differnenzierte Dokumentation jedes Ereignisses und des Ablaufes (Entwicklung und Dauer der Symptome) = Kopfschmerztagebuch. Nur damit kann Ihr Arzt etwas anfangen und ggf. die Symptome präziese zuordnen.

Mit freundlichen Grüßen

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