PatientIn „Nadien“ | 06. Feb. 2019

Guten Tag,
Ich habe ganz frisch die Diagnose MS.
Ich hatte heute eine reguläre Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Ich bin schon 13 Jahre bei ihr und lege viel Wert auf ihre Meinung. Sie wusste noch nichts von meiner Diagnose. Als ich es ihr erzählte, meinte Sie wenn Sie MS hätte würde Sie nichts nehmen aufgrund der starken NW.

Ich muss sagen das es mir soweit ganz gut geht. Im Juli kam das ganze ins Rollen aufgrund Sensibilitätsstörungen.
MRT 2 läsionen. Eine MS typisch.
Oktober LP - positiv

-Klinisch isoliertes Syndrom

Hatte dann mal Schmerzen im Bein. Und im Januar einen neuen Herd. Somit stand die Diagnose.
Mein Neuro verschrieb rebif das ich ganze 2 Wochen nahm und dann absetzen musste da mein einer Leberwert zu hoch war. Außerdem habe ich seitdem einen zu hohen Blutdruck. 140/90.
Wie schätzen Sie meine Lage ein? Ich bin weiblich und 31 geworden im Oktober.

Bin am überlegen jetzt nichts zu nehmen. Die Aussage meiner Frauenärztin hat mich verunsichert. Was meinen Sie dazu?

Eine kleine Sache noch.
Ich habe seit Oktober Faskulationen direkt nach der LP bekommen. Sie sind schon sehr gut weggegangen aber immer noch da. Gibt es irgendwas was ich tun kann um die weg zubekommen? Ich hatte auch schon mehrmals den Gedanken das ich aufgrund dieser Faskulationen vielleicht gar keine MS habe sondern dieses ALS. Das belastet mich ehrlich gesagt.

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Deine Frage beantwortet

Dr. med. Detlev Schneider
Neurologe|06. Feb. 2019

Sehr geehrte Nadien,

es ist zunächst einmal gut, wenn man ein Vertrauensverhältnis zu seinem Arzt hat. Allerdings kann ich die Meinung Ihrer Ärztin nicht teilen. Es ist vermutlich Ihre ganz persönliche Einschätzung, die aber nach Kenntnis der Datenlage und unseren Erfahren bei der Erkrankung MS ganz und garnicht zu teilen ist. Wir wissen bereits seit vielen Jahren, dass Patienten, die eine medikamentöse Behandlung bekommen, langfristig gesehen einen wesentlich besseren Verlauf haben. Bei einem späteren Therapiebeginn sind die eingetretenen Defizite nich rückführbar. MS ist eine chronische Erkrankung mit immer wieder auftretenden Entzündungsschüben, die es gilt zu unterbinden. Daher sollten Sie nach aller Kenntnis klar eine Therapie durchführen, auch wenn einzelne Substanzen Nebenwirkungen machen. Ihr Arzt muss für Sie das geeignete Präparat finden. Leberwerterhöhungen werden unter den Interferonen anfangs beobachtet, sind aber meist spontan rückläufig (ggf. Bedarf es einer Dosisreduktion). 

Die Faszinationen haben nichts mit der LP zu tun. Oft handelt es sich um gutartige Muskelzuckungen ohne Krankheitswert. Um zu klären, ob symptomatische Faszikulationen bestehen müsste man wissen, wann und wo diese auftreten. Ihr Neurologe sollte Sie diesbezüglich sicher beraten können

Mit freundlichen Grüßen 

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