Frühtherapie der Multiplen Sklerose kann Sterblichkeit senken

Amsterdam (sr) – Je früher mit einer immunmodulatorischen Therapie der Multiplen Sklerose mit Interferon ß-1a s.c. begonnen wird, desto mehr profitieren die Patienten davon. Darauf wies Professor Mark Freedman aus Ottawa auf einer Veranstaltung von Merck Serono auf dem größten neurologischen Kongress ECTRIMS in Amsterdam hin.So zeigten Patienten, bei denen schon im frühen Stadium der MS eine solche Therapie durchgeführt werde, nach acht Jahren sowohl eine geringere Schubfrequenz als auch ein geringeres Risiko für das Fortschreiten einer Behinderung als Patienten mit spätem Therapiebeginn. Darüber hinaus sei nach neuesten Untersuchungen der frühe Beginn einer immunmodulatorischen Therapie langfristig auch mit einer etwa 40 % igen Verringerung der Sterblichkeit verbunden.„Mit dem frühen Eingriff in das Autoimmungeschehen bestehen beste Aussichten auf einen günstigen Verlauf der MS“, erklärte der Experte. Gerade in der Frühphase, in der noch wenige MS-Symptome auftreten und es sich bei der immunmodulatorischenTherapie um eine prophylaktische Therapie handelt, sei man deshalb auf das Verständnis und die aktive Mitarbeit der Patienten angewiesen, so Freedman weiter. Quelle: ECTRIMS Amsterdam 2011, Merck Serono Satellitensymposium