Läsionen schnell und effizient aufspüren

München (sr) – Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist wichtiger Bestandteil bei der Diagnose von Multipler Sklerose (MS). Mit ihrer Hilfe lassen sich die für MS typischen Läsionen in der weißen Hirnsubstanz aufspüren. Ihre Anzahl hängt stark mit verschiedenen MS-Symptomen, dem Behinderungsgrad und damit dem weiteren Krankheitsverlauf von Patienten zusammen. Forscher des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) haben nun eine Methode entwickelt, mit dem MRT-Bilder von MS-Patienten automatisch nach Läsionen gescreent werden können. Mittels eines automatisierten Verfahrens werden bei dieser MRT-Methode grau und weiße Hirnsubstanz sowie die Rückenmarksflüssigkeit auf Unregelmäßigkeiten untersucht, die auf das Vorhandensein von Läsionen hindeuten. Ergebnisse erster Studien mit der Methode haben gezeigt, dass die automatische Bildsegmentation dem manuellen Verfahren in Hinblick auf Sensitivität, Spezifität und Genauigkeit in nichts nachsteht. „Wir gehen sogar so weit zu sagen, dass unser Algorithmus der manuellen Auswertung überlegen ist“, erklärte Studienleiter PD Dr. Mark Mühlau, Oberarzt in der Neurologischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.Der Algorithmus eignet sich vornehmlich für die Grundlagenforschung und klinische Studien, weil hier in der Regel viele MRT-Bilder und demnach große Datenmengen ausgewertet werden müssen.Quelle: Kompetenznetzwerk Multiple Sklerose, Pressemitteilung Dezember 2011, Neuroimage November 2011, ePub ahead of print