MRT-Schädel

Ich (28, w) habe schon die Frage ”Neurologische Abklärung sinnvoll?” gestellt. Ich war nun beim Hausarzt, welcher mich an einen Neurologen überwiesen hat. Jetzt warte ich auf einen Termin. Ich hatte im Jahr 2007 bereits ein Schädel-MRT aufgrund von Schwindel, rechtsseitigen Kopfschmerzen. Damals hieß es: Bifrontal zeigen sich in der T2-Gewichung vereinzelte wenige und kleinste Hyperintensitäten im Marklager,… ansonsten keine fokalen Läsionen. Beurteilung: Die kleinsten Marklagerläsionen bifrontal sind unspezifisch, wahrscheinlich vaskulär bedingt… Ansonsten normales MRT des Schädels. Kann man da etwas ableiten oder war damals das MRT wirklich normal? Vielen lieben Dank.

Antwort von Dr. D. Schneider

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

nun, das MRT war nicht normal. Wenn es das gewesen wäre, hätte man keinerlei Veränderung gesehen. Die Interpretation von kleineren Herden im Marklager des MRT-Schädel ist nicht immer ganz einfach. Man spricht dann oft von ”unspezifischen Herden”. Hier kann oft nur der klinische und weitere MRT-Verlauf etwas Näheres aussagen.

Nicht selten wurden bereits vaskuläre Herde als MS-Herde und MS-Herde als vaskuläre Herde beschrieben. Eine Kontrolle nach so vielen Jahren ist sicher sinnvoll.
Mit freundlichen Grüßen