MS-Patienten profitieren von elektronischer Injektionshilfe

London (sr) – Die MS-Basistherapie ist nach wie vor eine Injektionstherapie z. B. mit Interferonen. Eine Langzeittherapie mit diesen Substanzen wird allerdings nicht zuletzt dadurch erschwert, dass sie regelmäßig oft mehrmals wöchentlich per Selbstinjektion verabreicht werden müssen. Nadelphobie, Angst vor Nebenwirkungen an der Injektionsstelle, aber auch mögliche motorische Einschränkungen können in der Folge zu mangelnder Therapietreue und damit auch zu fehlender Wirksamkeit der Therapie führen.In solchen Fällen kann eine elektronische Injektionshilfe wie der „RebiSmartTM“ eine sinnvolle und nützliche Hilfe für die Patienten sein. Dies zeigt eine Studie, die von Prof. Carolyn D’Arcy vom Neurowissenschaftlichen Zentrum des Charing Cross Krankenhauses in London durchgeführt wurde.Nach 12-wöchiger Anwendung des RebiSmartTM zur Verabreichung von Interferon ß-1a baten D’Arcy und Kollegen insgesamt 63 Patienten um eine Bewertung des Gerätes. 91,5 % der Patienten gaben dabei an, dass sie den elektronischen Autoinjektor „gerne“ benutzen. Fast 97 % fanden, dass er „leicht“ oder „sehr leicht“ anzuwenden sei. Als nützlichste Eigenschaften des Gerätes wurden von den Patienten die „versteckte Nadel“, der Bestätigungston nach korrekter Injektion sowie die Mehrfachdosispatrone.„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass der elektronische Auto-Injektor für Patienten geeignet ist, die sich erstmals einer Therapie mit injizierbaren MS-Präparaten geeignet ist“, so die Wissenschaftler. „Geräte zur Vereinfachung des Injektionsprozesses helfen sicherzustellen, dass die Patienten von der Therapie optimal profitieren.“Quelle: C. D’Arcy et al. Patient Preference and Adherence 2012:6