Multiple Sklerose ist eine komplexe Erkrankung: Bis heute wurden die genauen Ursachen der MS noch nicht gefunden, weshalb bislang auch noch nicht geklärt werden konnte, wie die Erkrankung zum Stillstand gebracht werden kann1. Daher konzentriert sich momentan die MS-Forschung primär darauf, die Krankheitsaktivität zu reduzieren sowie die Behinderungsprogessionen aufzuhalten bis eine vollständige Heilung vielleicht irgendwann möglich ist. In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler hier große Fortschritte gemacht.

Fortschritt

Wusstest Du, dass es bis 1993 noch keine Therapien für die Behandlung von Multipler Sklerose gab? Erst mit der Einführung von Interferon-Präparaten konnte Menschen mit schubförmiger MS und später auch Patienten mit sekundär chronisch-progredienter MS geholfen werden.2 Seitdem hat sich viel getan. Mittlerweile steht MS-Patienten eine Vielzahl an Medikamenten zur Verfügung, die dazu dienen, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und neuen Entzündungen vorzubeugen.3

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Um MS irgendwann heilen und der Erkrankung etwas entgegensetzen zu können, forschen Wissenschaftler konsequent an neuen Therapien, mit denen die Erkrankung noch sicherer und verträglicher als bisher behandelt werden kann. Dabei nehmen sie vor allem die Probleme der MS-Patienten in den Blick. So zeigt sich, dass diese – vielleicht auch Du – durch ihre Krankheit und auch durch ihre Behandlung im Alltag eingeschränkt werden. Viele Menschen mit MS belasten so beispielsweise die häufigen Arztbesuche oder das häufige Verabreichen der Medikamente.4 Lösungen sind gefragt. Und genau diese suchen Wissenschaftler in ganz unterschiedlichen Ansätzen im Bereich der Neuroimmunologie.5

Mehr Informationen findest Du hier.

Für mehr Lebensqualität

Um MS-Patienten zu entlasten, bemühen sich Wissenschaftler vor allem darum, Medikamente zu entwickeln, die eine lange Wirksamkeit besitzen, das angeborene Immunsystem erhalten und sicher, verträglich sowie einfach einzunehmen sind (z. B. Tablettenform). Auf ihrer Suche nach neuen Therapien sind sie dabei auf einen  vielversprechenden Ansatz gestoßen: die Modulation der T- und B-Zellen sowie der Zytokine. Diese Immunzellen spielen bei der Entstehung der MS eine bedeutende Rolle.