Nachwuchspreis vom NEUROWIND e.V. geht an Michael Gliem

DARMSTADT (Merck Serono) – Der diesjährige NEUROWIND-Preis für die beste Nachwuchsarbeit in der neurologischen Grundlagenforschung geht an Michael Gliem, Düsseldorf. Verliehen wurde die Auszeichnung am ersten Novemberwochenende im Rahmen des NEUROWIND-Wissenschaftssymposiums in Motzen bei Berlin. Gliem zeigte eindrucksvoll mittels Versuchen an Mäusen, dass Immunzellen eine tragende Rolle bei der Reparatur oder Verhinderung von Folgeschäden im Gehirn nach einem ischämischen Schlaganfall spielen können. Der NEUROWIND-Preis wird gestiftet von Merck Serono, der Sparte für Biopharmazeutika von Merck.Der Verein zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses in der Neurologie NEUROWIND e.V. zeichnet einmal jährlich herausragende wissenschaftliche Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum aus. Prämiert werden grundlagenwissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der experimentellen Neurologie, die neuroinflammatorischen, neurodegenerativen oder neurovaskulären Fragestellungen nachgehen.In diesem Jahr konnte sich Michael Gliem, Wissenschaftler an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf, mit seiner Untersuchung zur Rolle von Fresszellen (Monozyten) nach einem ischämischen Schlaganfall gegenüber zahlreichen Mitbewerbern durchsetzen. “Die Arbeit von Michael Gliem hat eindrucksvoll gezeigt, dass Immunzellen beim ischämischen Schlaganfall nicht immer nur – wie bisher in zahlreichen Studien gezeigt – zur Gewebeschädigung beitragen. Vielmehr wiesen die Studien von Gliem und Mitarbeitern nach, dass Fresszellen aus dem Blut eine wichtige Rolle zur Schadensbegrenzung nach einer Durchblutungsstörung im Gehirn spielen können”, begründete NEUROWIND e.V.-Vorstandsmitglied PD Dr. med. Ralf Linker, Erlangen, die Auswahl der Jury. Freuen kann sich Gliem neben der wissenschaftlichen Anerkennung auch über ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro, von dem ein großer Anteil der Fortführung eines Forschungsvorhabens zugute kommt, das sich an der prämierten Arbeit orientiert. Und hier gibt es laut Linker viel zu tun: “Zukünftige Forschung wird es eventuell ermöglichen, schädigende Immunantworten nach einem Schlaganfall zu modulieren oder regulatorische Vorgänge zu fördern und so eine an den Erkrankungsmechanismus angepasste Immuntherapie zu finden.”Gestiftet wurde der Preis auch in diesem Jahr wieder vom biopharmazeutischen Unternehmen Merck Serono GmbH, Darmstadt. “Wir freuen uns, dass wir wieder zahlreiche spannende Einsendungen für den NEUROWIND-Preis erhalten haben. Ein überzeugendes Signal, wie viel förderungswürdige Forschungsleistung in der Neurowissenschaft vorhanden ist und dass Patienten auch zukünftig fortschrittliche therapeutische Lösungen erwarten dürfen”, begründete PD Dr. med. Sigbert Jahn, Medizinischer Direktor von Merck Serono, das Engagement des Unternehmens für den wissenschaftlichen Nachwuchs.Durch die Preisvergabe und das Wissenschaftssymposium möchte NEUROWIND e.V. den Austausch insbesondere zwischen jungen Neurowissenschaftlern fördern und auf diesem Wege neue Impulse auf dem Gebiet der Grundlagenforschung generieren.Weitere Informationen zum NEUROWIND e.V. finden Sie unter www.neurowind.de.Die Jury des Forschungspreises von NEUROWIND e.V. setzt sich neben externen Gutachtern aus fünf Neurologen und Gründungsmitgliedern zusammen: