Patienten mit MS profitieren von einer fettreduzierten Ernährung

PHILADELPHIA (sr) – Patienten mit Multipler Sklerose (MS), die über den Zeitraum von einem Jahr eine überwiegend pflanzliche, stark fettreduzierte Ernährung zu sich nahmen, litten am Ende dieser Periode wesentlich weniger unter MS-bedingter Fatigue als eine entsprechende Kontrollgruppe von MS-Patienten, die sich dieser Diät nicht unterzogen.

Dies ist das Ergebnis einer Studie, die von Dr. Vijayshree Yadav von der Oregon Health & Science Universität während der Jahrestagung der Amerikanischen Neurologischen Akademie (AAN) in Philadelphia vorgestellt wurde. In der Studie wurden die Wirkungen der sogenannten McDougall Diät untersucht. Bei dieser Ernährungsweise, benannt nach ihrem Erfinder John McDougall, werden vorwiegend stärkehaltige Lebensmittel, Obst und Gemüse, jedoch kein Fleisch, kein Fisch und keine Milchprodukte verzehrt. Auch enthält sie nur sehr wenig gesättigte Fette.

In der Studie wurde bei insgesamt 53 Patienten mit schubförmiger MS die Zahl von Hirnläsionen in der Magnetresonanztomographie, die Schubrate, die Behinderungsprogression sowie Körpergewicht und Cholesterinspiegel bestimmt. Zwar verloren die Patienten, die die fettreduzierte pflanzliche Ernährung zu sich nahmen, mehr Gewicht und hatten niedrigere Cholesterinspiegel als die Kontrollgruppe, Unterschiede bei Schubrate, Zahl der Hirnläsionen oder Behinderungsprogression gab es jedoch nicht zwischen beiden Gruppen. Deutliche Unterschiede bestanden allerdings in der Lebensqualität, der Stimmung und dem Auftreten von Fatigue. Hier erreichten die Diät-Patienten durchgehend bessere Werte als die Kontrollgruppe. „Fatigue kann für manche Patienten mit schubförmiger MS ein stark belastendes Problem sein“, kommentiert Dr. Yadav seine Ergebnisse. „So könnten die in unserer Studie beobachteten beachtlichen Verbesserungen der Fatigue durch diese Ernährungsweise eine Möglichkeit eröffnen, die vielen Betroffenen mit MS helfen könnte.“

Quelle: Medical News Today, 5. Mai 2014