Sport verbessert Lebensqualität und Mobilität bei MS

Valencia (sr) Sport kann bei MS-Patienten eine Fatigue verringern und die Mobilität verbessern. Dies legen die Ergebnisse einer Studie nahe, die Professor Raúl Reina und seine Mitarbeiter von der Miguel Hernández Universität in Elche (Spanien) kürzlich in einer Presserklärung bekannt gaben. Ziel der Studie war es, den Effekt eines Krafttrainings auf die Fatigue von MS-Patienten zu untersuchen. Dazu wurden 19 MS-Patienten in zwei Gruppen aufgeteilt.

Gruppe 1 absolvierte ein 12-wöchiges Trainingsprogramm, während Gruppe 2 als Kontrollgruppe diente. Die von den Teilnehmern empfundene Fatigue wurde regelmäßig mittels eines spezifischen Fragebogens erhoben. Darüber hinaus wurde die Muskelkraft jedes Teilnehmers durch bestimmte elektronische Verfahren sowie durch Funktionstests erfasst. Die Forscher fanden dabei eine eindeutige Zunahme der Funktionalität in der Gruppe, die das Training durchführte, während sich bei der Kontrollgruppe keine Änderungen zeigten. „Bisher musste ich in meinem täglichen Leben viele Einschränkungen in Kauf nehmen“, so eine Teilnehmerin, die seit 2007 unter einer MS leidet. „Nun bemerke ich Verbesserungen beim Ausführen meiner alltäglichen Pflichten. So kann ich heute mit meinem Sohn zu Fuß in den Park gehen, was bisher nicht möglich war“.
Zum Programm gehörten außerdem die Analyse von Erfolgserlebnissen beim Sport sowie Interviews der Teilnehmer zu ihrer Wahrnehmung der Trainingseffekte. Dieser Teil der Studie ist nach Auffassung der Forscher besonders interessant: „Hier konnten wir bei den Teilnehmern eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität feststellen“.

Quelle: Presseerklärung der RUVID (Netzwerk zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation der Universitäten in Valencia). Medical News Today MediLexicon, Intl., 2. Oktober 2014