Therapieziel bei MS: langfristig aktiv bleiben

DARMSTADT (Merck Serono) – Anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) diskutierten Ärzte über Ursachen der zunehmenden körperlichen Beeinträchtigungen bei Multipler Sklerose (MS) und über therapeutische Möglichkeiten, diese zu verzögern. Es wurde deutlich, dass unbemerkt ablaufende Schädigungen der Nervenzellen auf lange Sicht bedeutsamer sind als wahrnehmbare Schübe.

Bei der sogenannten “Neurowoche” der DGN kamen vom 15. bis 19. September mehr als 7000 Experten in München zusammen, um über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Diagnose und Therapie von neurologischen Erkrankungen zu sprechen. Auch zur Multiplen Sklerose fanden viele Veranstaltungen und Weiterbildungen statt: Bei einem vom pharmazeutischen Unternehmen Merck Serono unterstützten Symposium war die Behinderungsprogression, also die oftmals schleichende Zunahme körperlicher Beeinträchtigungen, das zentrale Thema.

Professor Dr. med. Ricarda Diem, Oberärztin der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg, erläuterte verschiedene Prozesse, die bei einer MS-Erkrankung im Körper ablaufen und sich unterschiedlich auswirken. Die sogenannte Neurodegeneration gilt als Ursache zunehmender körperlicher Beeinträchtigungen. Mit diesem Begriff werden Prozesse beschrieben, die die Nervenzellen schädigen, so dass sie nicht mehr ausreichend funktionsfähig sind. Das Verzögern der daraus entstehenden Behinderungsprogression ist ein entscheidendes Therapieziel, um Patienten langfristig Aktivität zu ermöglichen.

Sie haben Fragen zu Behinderungsprogression oder ganz allgemein zu Multipler Sklerose? Nutzen Sie den Expertenrat von Leben mit MS.