Verbesserte Adhärenz durch elektronischen Injektor

Hamburg (sr) – Auch das beste Medikament kann nur bei regelmäßiger Anwendung wirken“, erklärte Dr. med. Boris-Alexander Kallmann, Leiter des multiple sklerose zentrums Bamberg (mszb) anlässlich einer Pressekonferenz der Merck Serono GmbH am 20. März 2015 in Hamburg.

Der Behandlungserfolg wird damit entscheidend von der Therapietreue (Adhärenz) der Patienten beeinflusst. Inzwischen gibt es Studien, die darauf hinweisen, dass elektronische Injektionssysteme gerade bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) das eigenverantwortliche Engagement fördern können. So zeigte die SMART-Studie – eine weltweit durchgeführte Studie zur Verabreichung eines Interferonpräparates mit dem elektronischen Injektionssystem – bei den behandelten MS-Patienten eine sehr hohe Adhärenz: Im Mittel waren nach einem Jahr noch 97 Prozent der Patienten adhärent. Einen Schritt weiter geht die READOUTsmart-Studie, deren Dokumentation erst Ende Februar 2015 abgeschlossen wurde. „Sie bewertet nicht nur die Therapie-Adhärenz sondern auch die Lebensqualität, psychometrische Parameter sowie gesundheitsökonomische Aspekte“ so Dr. Kallman weiter. „Zwei Interimsanalysen belegen auch hier die gute Therapietreue“. So liege der Anteil der Patienten, die sich mehr als 85 Prozent der verordneten Injektionen tatsächlich verabreichten, nach drei Monaten bei 93,7 Prozent und nach sechs Monaten immerhin noch bei 88,6 Prozent.

Quelle: Pressemitteilung der Merck Serono GmbH vom 20. März 2015